Versorgung für 28 Jahre gesichert

Bornheimer Kies wird nicht benötigt

BORNHEIM. Die Quarzkies-Lager der Bornheimer Ville werden in absehbarer Zeit nicht benötigt, um den Bedarf an diesem Rohstoff abzudecken. Das geht aus einem Bericht der Bezirksregierung für die Sitzung des Regionalrats am 12. Juni hervor.

2012 legte der Regionalrat die Abgrabungsorte im Raum Kottenforst/Ville für die Gewinnung von hochreinem Quarzkies fest. Der lange von der Bezirksregierung favorisierte Standort Sonnenhof in Höhe von Hemmerich, Rösberg und Merten war nicht mehr dabei. Die Marktversorgung mit diesem Bodenschatz soll durch die Süderweiterung des Quarzkies-Abbaus Alfter-Witterschlick und durch die Restausbeute der Lagerstätten Weilerswist-Nord und Flerzheim erfolgen.

Den Beschluss stellte der Regionalrat allerdings unter den Vorbehalt einer regelmäßigen Überprüfung des Quarzkies-Bedarfs. Die Behörde wurde beauftragt, alle drei Jahre durch ein Monitoring zu kontrollieren, ob die Versorgung wirklich sichergestellt ist.

Michael Pacyna, der Vorsitzende des Landschaftsschutzvereins: "Die von der Industrie gehandelten Bedarfszahlen von bis zu einer Million Tonnen Quarzkies pro Jahr erwiesen sich als unrealistisch. Der vom Regionalrat zugrunde gelegte Jahresbedarf von 224.000 Tonnen entspricht der tatsächlichen Nachfrage."

Die Bezirksregierung kommt zum Ergebnis: "Der Rohstoffbedarf nach hochreinem weißen Quarzkies kann alleine durch die im Standort Witterschlick-Süd lagernden Rohstoffreserven für einen ausreichend langen Zeitraum gedeckt werden." Die Versorgung sei für die nächsten 28 Jahre gesichert. Im Regionalplan müssen keine neuen Abgrabungsbereiche ausgewiesen werden.