Feiern mit Schlager und Fanfaren

Beste Stimmung beim Lehmkuhlefest in Merten

Die Gemeinschaft wird groß geschrieben beim Lehmkuhlefest in Merten.

Die Gemeinschaft wird groß geschrieben beim Lehmkuhlefest in Merten.

Bornheim-Merten. Beste Stimmung bei der Veranstaltung des Junggesellenvereins Männer-Reih in Merten. Doch der Auftakt der zweitägigen Veranstaltung verlief nicht so, wie geplant.

Der Auftakt zum zweitägigem Lehmkuhlefest des Junggesellenvereins Männer-Reih 1852 Merten-Heide verlief nicht so, wie es sich die Organisatoren um den Vorsitzenden Kurt Jankowski vorgestellt hatten. Windböen fegten auf dem Festplatz die Gläser vom Tresen und den Tischen, Regenschauer ließen die ersten Gäste ins Zelt und in die Halle flüchten. Aber die Männer-Reih hatte Glück: die Schauer hörten auf, und als hätten alle auf den Moment gewartet, füllte sich der Festplatz umgehend. Denn der Traditionsverein hatte am Matthias-Dickhoff-Weg auch bei der 36. Auflage wieder ein tolles Musikprogramm auf die Beine gestellt. Mit den Herseler Rheinlandfanfaren und dem Schlagersängerr Alex Radigk aus Bornheim war für beste Unterhaltung am Abend gesorgt.

52 Mitglieder zählt der Ortsverein, 25 von ihnen samt Ehefrauen waren mit Kartenverkauf und Bewirtung im Einsatz. Auch der 16-jährige Lucas Horst, Sohn von Wolfgang und Heidi Horst, die als künftiges Prinzenpaar die örtlichen Jecken in der kommenden Session regieren werden, war mit Konzen-tration bei der Sache und servierte professionell die Getränke. Einer der Höhepunkte des Abends war die Tombola-Ziehung. Mehrere tausende Lose hatte die Männer-Reih im Vorfeld im Ort verkauft, um die 90 Preise wurden vergeben. Die ersten drei Hauptgewinne – Einkaufs – und Getränkegutscheine im Wert von 300, 200 und 100 Euro - gingen ebenso nach Merten wie das ADAC-Fahr-Sicherheitstraining.

Der zu Beginn des Festes einsetzende Regenschauer war für Rainer Gehlen kein Grund, zu Hause zu bleiben. Mit 30 Bekannten von der Heide hatte sich der Ur-Mertener zwei Tische reservieren lassen. Denn für ihn wie auch für Martina Jankowski und den Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Josef Breuer, ist das Lehmkuhlefest ein Muss im jährlichen Veranstaltungskalender.

Und die Wetter-Prognose von Gehlen bewahrheitete sich. „Es waren zwar nicht so viele Leute da wie im vergangenen Jahr, aber mit rund 450 Besuchern sind wir sehr zufrieden. Es war eine gelungene Veranstaltung“, freute sich denn auch Kassierer Helmut Nonn. Das Lehmkuhlefest wurde 1984 ins Leben gerufen, damit sich Alteingesessene und Neubürger kennen lernen. Die Lehmkuhle war früher eine Ochsentränke, in der Lehm als Baumaterial abgebaut wurde.