Biohof Palm in Bornheim

Bei den Aktionstagen Ökolandbau NRW informierten sich viele Besucher

Infos über ihre Erzeugnisse gaben in Uedorf (von links) Andrea, Leonie und Leonhard Palm.

BORNHEIM-UEDORF. Getreu dem Motto "Genießen, feiern und informieren" ging es am Samstag für große und kleine Besucher des Biohofs Palm in Uedorf vorbei an Zucchini, Feldsalat und Mais.

Anlässlich der Aktionstage Ökolandbau NRW konnten Interessierte in Führungen über Hof, Felder und durchs Gewächshaus so einiges über den rund 50 Hektar großen Betrieb und seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse erfahren. "Der Schutz des Bodens ist meiner Familie wichtig. Denn nur ein gesunder Boden bedeutet auch gesunde Pflanzen", sagte Andrea Palm, Gärtnerin im elterlichen Betrieb Palm.

Bereits seit 25 Jahren beruht die Bewirtschaftung des Uedorfer Hofes auf einer organisch, biologischen Basis und produziert streng nach den "Naturland"-Richtlinien. Um die Fruchtbarkeit der Böden zu stärken, werden lediglich geringe Menge Haarmehlpellets genutzt.

Ansonsten werden nach der Ernte unter anderem Klee und Weizen gesät, damit im Boden vorhandene Nährstoffe erhalten bleiben. "Durch die Gründüngung werden aber auch zusätzlich Nährstoffe abgegeben, der Boden feucht gehalten und Unkraut unterdrückt", erklärte Palm den Besuchern. Ein nicht ganz unerheblicher Faktor. Denn Unkraut wird auf dem Biohof wie in früheren Zeiten per Hand gehackt.

"Wenn die Pflanzen noch klein sind, machen wir es aber mit der Maschine", so Palm. Damit die Böden sich regenerieren können, darf jedoch nicht jedes Jahr dasselbe auf ihnen gepflanzt werden. Zudem muss zwischen gleichen Sorten auch immer eine andere angebaut werden, damit sich Krankheiten nicht weiter ausbreiten können.

"So darf Weißkohl beispielsweise nicht hinter Grünkohl angebaut werden." Neben den Hofbesichtigungen genossen besonders die jungen Besucher das Waffelbacken nach Omas Rezept und das Bemalen von Kürbissen.