Walberberg

Bürger ärgern sich über Funkmast

Rund 30 Meter ist der neue Funkmast hoch. Repro: GA

BORNHEIM-WALBERBERG. Ein neuer Funkmast, der derzeit bei Walberberg errichtet wird, löst bei vielen Anwohnern Protest aus. Von erbosten Anrufen berichtet Hans Dieter Wirtz (CDU), Ratsherr aus Walberberg, der sich selbst über den plötzlichen Bau der Anlage wundert.

2012 sei die Bornheimer Politik in einer Vorlage zuletzt informiert worden, dass verschiedene Grundstücke für einen Mobilfunkmast der Firma Telekom in der Nähe der A553 geprüft werden sollten, so Wirtz.

"Seinerzeit hatte aber die Verwaltung schon darauf hingewiesen, dass die ins Auge gefassten Flächen grundsätzlich möglich seien, sich aber im Landschaftsschutzgebiet befänden und hier für eine Befreiung notwendig sei." Darüber hinaus sei von der Verwaltung auf alternative Standorte in direkter Nähe zur Autobahnauffahrt hingewiesen worden.

"Es ist schade, wenn der historische Bereich des 'Blauen Steines', an dem sich im Mittelalter eine Verurteilungsstätte befand, nun eine solche Abwertung erfährt. Aus meiner Sicht ist der Standort bei allem Verständnis für Notwendigkeiten nicht mit der notwendigen Sensibilität ausgewählt worden", so Wirtz weiter.

Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler weist auf Nachfrage daraufhin hin, dass der Mast auf Brühler Gebiet stehe. Die Telekom habe den Bornheimer Hinweis ernst genommen und den Mast weiter in Richtung Autobahn gebaut. "Wir waren deshalb in den Vorgang gar nicht eingebunden", so Henseler. Bei solchen privilegierten Verfahren sei das normal, es würden nur die gefragt, die laut Gesetz zu beteiligen seien.