Vorbereitung der Landtagswahl in Bornheim

Auf Augenhöhe mit den Politikern

Im Forum der Schule.

Im Forum der Schule.

Bornheim. Die Landtagskandidaten des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises stellen sich im Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasium den Fragen der Schüler, die am Schluss für ihren Favoriten votieren.

Soll das Turbo-Abi wieder abgeschafft werden? Wie sieht die Schule der Zukunft aus? Und wie stehen die Chancen auf eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre? Mit diesen Fragen konfrontierten die Schülervertreter des Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums die Landtagskandidaten des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises am Freitagnachmittag bei einer Podiumsdiskussion im Forum.

Nicht nur Folke große Deters (SPD), Oliver Krauß (CDU), Jörn Freynick (FDP), Rolf Beu (Bündnis 90/Die Grünen) in Vertretung von Wilhelm Windhuis, Michael Droste (Linke) in Vertretung von Michael Lehmann und Jürgen Weiler (Piraten)waren der Einladung gefolgt. Auch zahlreiche Schüler und Lehrer sowie Schulleiter Christian Dubois verfolgten die Diskussion aufmerksam und nutzten die Möglichkeit, nachzuhaken. Die wichtigsten Themen zur Bildungspolitik, zur Partizipation und zur Verkehrspolitik hatten die Schüler vorbereitet.

„Wir wollten von den Schülern wissen, welche Themen ihnen wichtig sind und was sie die Politiker fragen würden“, erläuterten die Lehrerinnen Alina Warkentin und Saida Lakhloufi, die das Ganze gemeinsam mit ihrem Kollegen Stefan Schüller und der Schülervertretung (SV) organisiert hatten. Die Fragen wurden gesammelt und nach Themen zusammengefasst.

Die Moderation übernahmen die SV-Schüler, die streng auf die zweiminütige Redezeit, die den Politikern pro Frage zugestanden wurde, achteten.

Die 16-Jährige Felicia, die sich auch im Bornheimer Jugendparlament engagiert, freute sich, den Politikern einmal auf den Zahn fühlen zu können. „Ich denke, die Veranstaltung ist eine gute Möglichkeit, sich ein Bild von den Standpunkten der Politiker zu machen. Mich interessieren besonders die unterschiedlichen Positionen zur Schulpolitik.“

Einig waren sich die Parteien, dass bei G8 nachgebessert werden müsse. Während den Vertretern der SPD und der Grünen in Zukunft flexible Wahlmöglichkeiten innerhalb einer Schule vorschwebten, bezweifelte Jörn Freynick die Möglichkeit, verschiedene Modelle an einer Schule umzusetzen. Eine Schule müsse selbst entscheiden können, ob sie auf G8 oder G9 setze.

Eine klare Absage an G8 erteilten Jürgen Weiler (Piraten) und Michael Droste (Linke). Auch auf Fragen aus dem Publikum, etwa zum Sinn der Verbeamtung von Lehrern, hatten die Landtagskandidaten Antworten parat, die mal mit mehr, mal mit weniger Applaus bedacht wurden.

Am Ende hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, in geheimer Wahl für ihren Favoriten zu votieren. Insgesamt wurden 132 gültige Stimmzettel abgegeben.