Johann-Wallraf-Schule

Abschied von Rektorin Gertrud Meier

Volles Haus: Rektorin Gertrud Meier (in orangefarbenem Blazer) verfolgt in der Turnhalle die einzelnen Beiträge zu ihrem Abschied.

Volles Haus: Rektorin Gertrud Meier (in orangefarbenem Blazer) verfolgt in der Turnhalle die einzelnen Beiträge zu ihrem Abschied.

Bornheim. Nach 40 Berufsjahren, davon 27 Jahre an der Bornheimer Johann-Wallraf-Schule, geht Rektorin Gertrud Meier in den Ruhestand.

Für die Mädchen und Jungen der Johann-Wallraf-Schule endet ein Schuljahr, für ihre Rektorin ein großer Lebensabschnitt. Nach rund 40 Berufsjahren, davon 27 Jahre an der Bornheimer Grundschule, verabschiedet sich Gertrud Meier in den Ruhestand. Mit musikalischen Darbietungen, vielen lieben Worten und einem Empfang wurde das am Donnerstag gefeiert: Schulkinder sangen Lieder, das Lehrerkollegium und der Fördervereinsvorstand führten zusammen mit dem Musiker und ehemaligen Wallraf-Schüler Michael Kuhl eine kleine Oper auf, Vertreter der Bornheimer Musikschule spielten wiederum Beethoven.

1955 in Bonn geboren, studierte Meier von 1974 bis 1978 Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Bonn. Nach ihrer Referendarzeit in Wesseling-Berzdorf sowie Stationen in Hersel und Troisdorf-Eschmar kam sie zum Schuljahr 1992/93 an die Grundschule an der Wallrafstraße. Im Jahr 2000 wurde sie Konrektorin, zum Schuljahr 2010/11 dann Leiterin der katholischen Grundschule. Es sei eigentlich unverantwortlich, Meier in der heutigen Zeit gehen zu lassen, sagte Bernadette Malcher, Schulamtsdirektorin beim Rhein-Sieg-Kreis.

Meier habe sich immer durch eine „hohe Fachlichkeit“ ausgezeichnet sowie durch Empathie, Professionalität, Kompetenz und Engagement. Sie sei „mit Herzblut Lehrerin“, sagte Malcher. Bürgermeister Wolfgang Henseler betonte, dass durch Meier in der Schule Integration nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt worden sei. Sie habe den Kindern gezeigt, einander mit Toleranz und Offenheit zu begegnen. Nicht zuletzt habe sie die mit rund 360 Schülern größte Bornheimer Grundschule maßgeblich geprägt.

Meier selbst dankte allen, die in den verschiedenen Ämtern und Positionen zum Gelingen der Schule beigetragen. Sie freue sich, dass sie, so lange sie Lehrerin gewesen sei, immer von netten, engagierten Menschen umgeben gewesen sei. Sie habe schon früh im Leben den Wunsch gehegt, Lehrerin zu werden – und das nicht bereut.

Für ihre Familie – Ehemann und Tochter mit Partner – hatte sie nach all den Berufsjahren ein besonderes Versprechen: „Ich schenke Euch Zeit.“ Bis zur Nachbesetzung der Leitungsstelle wird die Schule nun von der stellvertretenden Leiterin Martina Weißkirchen geführt.