Bornheimer Rheinorte

2021 könnte Radweg an der L300 von Hersel nach Widdig kommen

Entlang der Elbestraße (L 300) soll der Radweg verlaufen. Der Landesbetrieb übernimmt einen Teil der Kosten.

Entlang der Elbestraße (L 300) soll der Radweg verlaufen. Der Landesbetrieb übernimmt einen Teil der Kosten.

Bornheim. Zehn Jahre, nachdem der entsprechende Antrag gestellt wurde, hat der Ausschuss für Stadtentwicklung im Bornheimer Rathaus für den Bürgerradweg zwischen Hersel und Widdig gestimmt. 2021 könnte der Ausbau beginnen.

Der Bürgerradweg zwischen Hersel und Widdig kommt – zehn Jahre nach Antragstellung. 2021 könnte der Ausbau beginnen. Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung am Mittwochabend im Bornheimer Rathaus für das Projekt gestimmt – bei Enthaltungen von FDP und ABB.

„Wir sind nicht grundsätzlich gegen den Weg, aber gegen die Finanzierung“, begründete der sachkundige Bürger Alexander Kreckel (FDP). „Die Investition ist im Budget richtig untergebracht. Der Haushalt wird zusätzlich nicht belastet“, entgegnete der Erste Beigeordnete Manfred Schier. ABB-Mann Paul Breuer erklärte seine Enthaltung ebenfalls: „Man kann die Sinnhaftigkeit durchaus hinterfragen und genauso, ob der Weg genutzt wird.“

Eine positive Rückmeldung gab hingegen Rüdiger Prinz (CDU): „Wir sind sehr froh, dass der Bürgerradweg kommt.“ Dem pflichtete Ute Kleinekathöfer (SPD) bei. Sie ergänzte: „Obwohl der Weg sehr teuer wird, stehen wir dazu, dass der Bürgerradweg wichtig ist.“ Bernd Marx von der CDU-Fraktion betonte erneut, wie wichtig der Weg für Schulkinder sei und dass der Ort Uedorf, dessen Ortsvorsteher er ist, seit Langem auf diesen warte.

Stadt wollte Bau schon beerdigen

Und es gab auch schon einen Gestaltungsvorschlag: „Man sollte frühestmöglich einen Streifen als Rückzugsort für Fußgänger mit einplanen“, meinte Madeleine Will vom Seniorenbeirat. Schier erklärte daraufhin, dass es sich um einen gemischten Weg, sprich für Radfahrer und für Fußgänger, handle, der an die drei Meter breit sei. Für einen Schutzstreifen gebe es daher nicht genügend Platz.

Der kombinierte Rad- und Fußweg soll entlang der Kölner Landstraße (L 300) zwischen der Richard-Piel-Straße in Hersel und der Römerstraße in Widdig entstehen. Ab der Richard-Piel-Straße bis zur Stadtgrenze Bonn befindet sich bereits ein Geh- und Radweg, während der Radweg von Wesseling bis zur Römerstraße zurzeit gebaut wird. Das Teilstück dazwischen soll laut Verwaltungsvorlage nun einen „Lückenschluss“ ergeben.

Weil der Landesbetrieb Straßen NRW anfänglich in Aussicht gestellt hatte, die Kosten für den Bau in Höhe von etwa 800.000 Euro zu tragen, wollte die Stadt Bornheim die Planungskosten in Höhe von etwa 60.000 Euro übernehmen. Zwischenzeitlich hatte der Landesbetrieb eine Summe von rund 472.000 Euro genannt (der GA berichtete), die Bornheim übernehmen sollte. Als Grund hatte der Landesbetrieb veränderte Rahmenbedingungen für das Projekt angegeben. Die Stadt wollte den Bau deshalb schon beerdigen. Dann wiederum sprang der Landesbetrieb Straßen NRW ab, und der Bürgerradweg für die Rheinorte stand wieder vor dem Aus. Erst 2017 gab es erneute Gespräche mit Straßen NRW, die letztlich erfolgreich waren.

Differenz wird aus Straßenbaubudget finanziert

Der kombinierte Rad- und Fußweg soll für Fahrradfahrer in beide Richtungen befahrbar sein, des Weiteren besteht eine Nutzungspflicht. In der Summe kommt laut Verwaltungsvorlage auf die Stadt Bornheim ein Kostenanteil von etwa 113.000 Euro zu, auf den Landesbetrieb Straßen NRW ein Kostenanteil von etwa 786.000 Euro.

Weil die Summe von 113.000 Euro die verfügbaren Mittel übersteigt – im Haushalt für 2018 wurden 20.000 Euro zur Verfügung gestellt –, wird die Differenz von 93.000 Euro aus dem verfügbaren Straßenbaubudget (Gesamtvolumen vier Millionen Euro) finanziert. Die Unterhaltung des Weges innerhalb der Ortsdurchfahrt Widdig trägt die Stadt Bornheim. Die Kosten dafür schätzt die Verwaltung auf etwa 5000 Euro jährlich. Außerorts ist der Landesbetrieb zuständig.