Manege frei für die „Annatollis“

Zirkuswoche der Anna-Schule in Alfter

Die ersten 100 von etwa 300 "Zirkuskindern" der OGS Anna-Schule feiern das Finale ihrer Premierenvorstellung.

Die ersten 100 von etwa 300 "Zirkuskindern" der OGS Anna-Schule feiern das Finale ihrer Premierenvorstellung.

Alfter. Clowns, Fakire und Akrobaten waren an der Alfterer Anna-Schule los: Mit einer Zirkuswoche stärkt die Offene Ganztagsschule die Gemeinschaft an der Schule.

Clowns, Fakire, Akrobaten, Jongleure und Tänzer sind aus den Grundschülern der Anna-Schule in Alfter geworden. Eine Woche lang war der Kölner Spielecircus zu Gast in der Offenen Ganztagsschule (OGS), um mit etwa 300 Mädchen und Jungen waghalsige Kunststücke und lustige Pointen einzustudieren. Zum Schulfest am Samstag zeigten die Kinder in drei Vorstellungen Eltern, Freunden und Bekannten, was in der Manege des Zirkus „Annatolli“ so los ist.

„Wir fangen immer mit einer Eltern- und Lehrerfortbildung an“, erläuterte Diplom-Sportlehrer Markus Krökel, der mit zwei seiner Kollegen vom Kölner Spielecircus in Alfter vor Ort war. „Nach einem Tag sind wir alle zusammen Zirkuslehrer und unterrichten die Kinder in Jonglage, Balancieren oder Tanzen.“

"Ein Wahnsinnsgewinn für die Schüler"

Alle vier Jahre verwandelt sich die Anna-Schule für eine Woche in den Zirkus „Annatolli“. „Der Zirkus ist das einzige Projekt der Schule, an dem alle Stufen beteiligt sind“, sagte Schulleiterin Elke Schweda. „Es ist eine für die Wissensvermittlung freie Woche, die allerdings für die Sozialkompetenz der Schüler einen Wahnsinnsgewinn darstellt.“ So berichtete Schweda von schüchternen und zurückhaltenden Kindern, die Seiten an sich entdeckten, die sie bisher noch gar nicht kannten.

„Vor allem wird das Miteinander aller Schüler gefördert, da das Projekt nicht jahrgangskonform, sondern interessen- und talentgeleitet ist“, so die Schulleiterin. Es sei gut, dass sich die Jahrgangsstufen in der Zirkuswoche mischten und alle Kinder miteinander in Kontakt kämen: Danach würden sich die Kinder besser kennen und fänden mehr Berührungspunkte miteinander, was sich besonders in den Pausen zeige. Auch Eltern und Lehrer kämen sich ein Stück weit entgegen, da es in der Zirkuswoche dazugehöre, sich zu duzen, so Schweda.

Förderverein unterstützt weitere Projekte

Auch der organisierende Förderverein der Schule freut sich nicht nur über die positiven Auswirkungen des zirkuspädagogischen Projekts auf die Kinder, sondern auch über die Einnahmen des Schulfestes durch Getränkestand, Grillstation und Cafeteria, die Projekten wie der Gewaltprävention „Mut tut gut“, dem Lesefest „Käpt’n Book“ oder den Theaterfahrten der Anna-Schule zugutekommen.