Verkehr in Alfter

Widerstand gegen Verkehrsführung

Ganz schön knapp: Ein Lkw fährt durch die engen Straßen in Volmershoven-Heidgen. FOTO: JOCHEM SCHNEIDER

Ganz schön knapp: Ein Lkw fährt durch die engen Straßen in Volmershoven-Heidgen. FOTO: JOCHEM SCHNEIDER

Alfter-Witterschlick/Volmershoven. Mit deutlicher Kritik haben Menschen aus Volmershoven-Heidgen auf die Pläne des Rhein-Sieg-Kreises zur Verkehrsführung in ihrem Ortsteil reagiert. Knapp 160 Personen haben einen diesbezüglichen offenen Brief unterschrieben.

Gerichtet ist er an die Kreisverwaltung, den Kreistag und den Landrat sowie an die Politik und die Verwaltung der Gemeinde Alfter. Konkret fordern die Unterzeichner, dass der Kreis seine Pläne zur Führung des Lkw-Verkehrs zu und von den Wester Werken zurücknimmt.

Wie berichtet, will der Kreis Lkw-Fahrten über die Duisdorfer Straße und durch das Geltorfviertel in Witterschlick kurzfristig unterbinden. Bekanntlich hatten wiederum Anwohner aus dieser Gegend einen offenen Brief mit 220 Unterschriften an die politisch Verantwortlichen geschrieben und darin unter anderem ein Ende des Schwerlastverkehrs in ihren Straßen gefordert. Wie die Kreisverwaltung in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte, sollen die Lkw in der Tat über die Volmershovener Kottenforststraße zu den Wester Werken gelangen. Eine Ausnahme durch die Duisdorfer Straße und das Geltorfviertel solle es nur geben, während die Kottenforststraße ausgebaut wird.

Die „ausschließliche und damit einseitige Verkehrsführung des Schwerlastverkehrs“ über die Kottenforststraße sei an den Protesten der Anwohner vorbei entschieden worden, heißt es in dem offenen Brief aus Volmershoven-Heidgen. Auch missachte dies die Forderung der Anwohner des Geltorfviertels, die sich gegen Schwerlastverkehr durch die Wohnviertel in Witterschlick und in Volmershoven-Heidgen ausgesprochen hätten.

Nach Ansicht der Anwohner würden die jahrzehntelangen Bemühungen, die Kottenforststraße sowie die Straße Auf dem Acker vom Schwerlastverkehr zu entlasten, durch die Endscheidung des Kreises „missachtet und ignoriert“. Dabei seien die Straßen schon jetzt viel zu eng: „Begegnungen von 40-Tonnern sind jetzt schon nur unter Hinzunahme der verkehrswidrigen Überfahrung der Gehwege möglich.“

Zwar begrüßen die Anwohner grundsätzlich die Pläne zum Ausbau der Kottenforststraße. Allerdings kritisieren sie Änderungen in den Plänen, die nur vor dem Hintergrund gemacht seien könnten, dass der Lkw-Verkehr in Zukunft ausschließlich durch Volmershoven geführt werden soll. „Wir haben Angst um unsere Kinder, um unsere älteren Mitbürger und um uns, wenn der Lkw-Verkehr in beide Richtungen über die Kottenforststraße geleitet wird“, heißt es in dem offenen Brief.

Abschließend fordern die Anwohner, dass die Wester Werke am jetzigen Standort nicht expandieren dürfen, sondern vielmehr in ein geeignetes Industriegebiet umziehen sollen. Zudem soll es keinen Schwerlastverkehr durch die Wohnviertel in Witterschlick, Volmershoven und Heidgen geben. Als kurzfristige Maßnahme soll zudem der Lkw-Verkehr durch die Kottenforststraße und die Straße Auf dem Acker nur in eine Richtung erlaubt sein.