Quarzabbau in Witterschlick

Vorarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen

ALFTER-WITTERSCHLICK. Noch in diesem Jahr wollen die Quarzwerke Witterschlick mit Vorarbeiten zur Erweiterung ihres Quarzkiestagebaus an der Schmalen Allee in Witterschlick beginnen.

Seit Anfang April liegt der Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Arnsberg vor, mit dem die Betriebsfläche von derzeit 44 Hektar um 15 Hektar vergrößert werden darf.

Lediglich die Rechtskräftigkeit des Beschlusses steht noch aus. Sie kann erst nach dem Ende der öffentlichen Auslegung festgestellt werden. Die Frist läuft vom 7. bis 21. Mai. Beschluss und Pläne können in dieser Zeit während der Öffnungszeiten der Rathäuser bei den Gemeindeverwaltungen in Swisttal und in Alfter eingesehen werden.

Der Regionalrat der Bezirksregierung Köln hatte im Jahr 2012 Witterschlick als Konzentrationszone für den Quarzabbau festgelegt. Wie Martin Ziegler, Geschäftsführer der Quarzwerke, auf Anfrage mitteilte, strebe man langfristig eine jährliche Fördermenge von 200.000 Tonnen an. Auch vor diesem Hintergrund war die Sanierung der Schmalen Allee ein wichtiger Schritt.

Bei den Vorarbeiten gehe es zunächst um die bodenarchäologische Untersuchung und gegebenenfalls die Sicherung historisch bedeutsamer Fundstücke. Mehr als Tonscherben, Abdrücke von Fundamenten und eine kleine Feuerstelle habe man bei Voruntersuchungen allerdings nicht gefunden, berichtete Ziegler.

Die Gewinnung von hochreinen Quarzsanden und Quarzkiesen im Nassverfahren erfolgt in Witterschlick seit 1969. Die Rohstoffe werden zu Spezialprodukten aufbereitet und finden vor allem in der Wasserversorgung Verwendung.