Hohe Nachfrage

Viel Lob für das Gewerbegebiet Bornheim und Alfter

Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler (l.) begrüßt die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks im Restaurant „Miss Pepper“. FOTO: MEURER

Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler (l.) begrüßt die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks im Restaurant „Miss Pepper“. FOTO: MEURER

Alfter/Bornheim. Das gemeinsame Gewerbegebiet Bornheim Süd/Alfter Nord ist eine Erfolgsgeschichte. Geplante Erweiterungsflächen sind schon gefragt.

Zwar finden sich im Gewerbegebiet Bornheim-Süd/Alfter-Nord weiterhin unbebaute Flächen. Für die Verantwortlichen in den Rathäusern der beiden Vorgebirgskommunen ist das aber kein Grund zur Sorge. Im Bereich Bornheim-Süd sei man „ein Stückchen am Ende angekommen“, sagte Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler am Donnerstagmorgen. Alle noch freien Grundstücke seien „im Verhandlungsprozess“, so Henseler weiter. Alfters Kämmerer Nico Heinrich ergänzte für die geplanten Erweiterungsflächen auf Alfterer Gebiet, dass man die insgesamt rund 40 Hektar Brutto-Gewerbefläche dreimal verkaufen könnte, so viele Anfragen gebe es.

Henseler und Heinrich sprachen am Donnerstag auf dem vierten Unternehmerfrühstück der Stadt Bornheim. Rund ein Dutzend Geschäftsleute aus dem interkommunalen Gewerbegebiet waren dazu in das Restaurant „Miss Pepper“ gekommen. Dieses liegt in dem Teilbereich des Alfterer Gewerbegebiets, der bereits zusammen mit Bornheimer Flächen vermarktet worden ist. Die zwei weiteren Bereiche auf Alfterer Gebiet werden nun nach und nach entwickelt (der GA berichtete).

Das interkommunale Gewerbegebiet sei für Bornheim und Alfter „schon fast selbstverständlich“, sagte Henseler. Als Verwaltung wolle man für die dort ansässigen Unternehmen ein Ansprechpartner sein.

Laut Joachim Strauß, Prokurist der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Bornheim (WFG), die die Grundstücke in dem interkommunalen Gewerbepark vermarktet, gibt es aktuell 60 bis 70 Firmen in dem Gebiet. Wie breit die Spanne der Unternehmen in dem Gewerbegebiet reicht, wurde kürzlich bei zwei Betriebsbesichtigungen durch die Mitglieder des Alfterer Wirtschaftsausschusses deutlich. Besucht wurden das regionale Familienunternehmen Lukullus Schulcatering sowie die deutschlandweit agierende Firma PV Automotive.

Warum der Schul- und Kindergartencaterer Lukullus in den Gewerbepark Bornheim-Süd/Alfter-Nord gezogen ist? Darauf hatte Reiner Baumgärtel von Lukullus eine klare Antwort: „Die Verkehrsanbindung ist optimal.“ Durch die nur etwa einen Kilometer entfernt liegende Auffahrt der A 555 seien die Essensausfahrer schnell im Bonner Großraum. Der Caterer ist eins von sieben Unternehmen, die sich auf dem Alfterer Teil des interkommunalen Gewerbeparks angesiedelt haben. Inhaberin Monika Baumgärtel hat 22 Mitarbeiter. 2500 Essen am Tag werden ihren Angaben nach an etwa 30 Kitas und Schulen in der Region geliefert. Die gute Verkehrsanbindung sei für das Unternehmen wichtig, weil das Essen möglichst frisch geliefert werde – maximal 15 Minuten nach der Fertigstellung sei es an den Einrichtungen, so Monika Baumgärtel. Auch für ihren Nachbarn im Gewerbepark, PV Automotive, ist die gute Verkehrsanbindung entscheidender Standortfaktor. 21 Mitarbeiter hat das Unternehmen in Alfter, dazu kommen zwei Auszubildende. Insgesamt gebe es 90 Verkaufsflächen in Deutschland mit 1600 Mitarbeitern, so Standortleiter Thomas Höll. PV Automotive sei eine 75-prozentige Tochter des Kfz-Teile-Großhändlers Stahlgruber. Das Unternehmen beliefert Kfz-Werkstätten, die nach dem „Just-in-time-Prinzip“ arbeiten: Geordert würden nur die Teile, die aktuell gebraucht würden. Daher sei die schnelle Lieferung wichtig, so Höll. Viermal täglich führen Fahrzeuge aus dem Gewerbepark zu den Kunden, 180 000 Teile liegen im Lager. Neben Ersatzteilen vertreibt der Betrieb auch komplette Werkstatteinrichtungen sowie Warenwirtschaftssysteme, also Unternehmenssoftware für die Werkstätten. Der Standort in Alfter solle noch wachsen, sagte Höll: „Wir haben noch Luft.“