Alanus Hochschule Alfter

Schauspielstudiengang bis Ende 2021 gesichert

Werfen einen Blick ins Programmheft (v.l.): Alanus-Kanzler Dirk Vianden, „Rampe“-Vorsitzender Gode Japs und der Fachgebietsleiter Schauspiel, Dominik Schiefner.

Werfen einen Blick ins Programmheft (v.l.): Alanus-Kanzler Dirk Vianden, „Rampe“-Vorsitzender Gode Japs und der Fachgebietsleiter Schauspiel, Dominik Schiefner.

Alfter. Das Hoftheater der Alfterer Alanus Hochschule stellt sein neues Programm vor. Zudem planen Studierende Auftritte bei der Bonner Theaternacht.

„Der Weg vom Hügel in die Stadt und zurück lebt und ist lebendig“, freute sich Dominik Schiefner als Leiter des Alanus-Fachbereichs Schauspiel. Das 2012 gegründete Hoftheater, bei dem die Studierenden Bühnenerfahrungen sammeln, sowie die Eigenproduktionen fänden längst über die Grenzen des Vorgebirges hinaus Beachtung.

Zusammen mit Dirk Vianden, dem Kanzler der Alfterer Alanus Hochschule, und Gode Japs vom Schauspiel-Förderverein „Rampe“ gab er einen kurzen Rückblick auf die letzte Gala-Veranstaltung des Hoftheaters im Johannishof.

Bei dieser wurde bereits zum vierten Mal die „Rampensau“ an eine Eigenproduktion des zurückliegenden Ausbildungsjahrs verliehen. Nominiert waren Philipp Andriotis und Susana Das Neves interaktives Theaterstück „Weg der Freiheit“ , „Camilla – all about me?“ eine sich selbst dar- und infragestellende Performance der körperbehinderten Schauspielerin Camilla Pölzer und ein gespielter Poetry-Slam von Lukas Bendig („Firmenkopf“), der am Ende als Gewinner die „Rampensau“ und damit auch ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro mit nach Hause nehmen konnte.

Ein „großer Strauß an sehr unterschiedlichen Produktionen“ werde das Publikum schon ab Mitte des Monats erwarten, so Schauspielprofessor Schiefner. Der Mensch in all seiner Widersprüchlichkeit stehe dabei im Mittelpunkt. Nicht nur um dem Namen der Hochschule für Kunst und Gesellschaft gerecht zu werden, richte sich der Spielplan auch nach sozialen und politischen Themen aus. Durch das an der Alfterer Hochschule für alle Studierenden verbindliche Studium generale sei es geradezu indiziert, auch in der Schauspielerei „über den Tellerrand“ hinauszuschauen.

Bewegungsperformance und Kurz-Spielfilm

Noch bis zum Ende des Studienjahres 2021 sei dies auch durch die finanzielle Unterstützung der Software AG Stiftung aus Darmstadt gesichert, betonte Kanzler Vianden, der zuversichtlich ist, über das Jahr 2021 hinaus Sponsoren für den Fachbereich Schauspiel zu begeistern. Die Hochschule benötigt rund 10.000 Euro pro Jahr und Studienplatz, um den Schauspielbetrieb auch für die Zukunft zu sichern.

Von der Förderungswürdigkeit können sich Publikum und potenzielle Sponsoren bereits am Freitag, 17. Mai, überzeugen, wenn die Premiere von „Menschen“ auf dem Spielplan des Hoftheaters steht. Das zweite Studienjahr zeigt eine Bewegungsperformance als Sammlung von Augenblicken der Liebe, Enge, Angst sowie der kindlichen Freude am Leben. Die Sneak-Preview eines Kurz-Spielfilms steht am Sonntag, 19. Mai, an. Darin geht um ein Casting in Hollywood, das für fünf Schauspielstudierende zum (Alb-)Traum wird.

Ihre Kommilitonen aus dem dritten und vierten Studienjahr sind dagegen bei der Bonner Theaternacht am Mittwoch, 29. Mai, mit „Medea, Euripides-Chor“ und „Szenen der Weltliteratur“ im Foyer und auf der Bühne des Bonner Schauspielhauses vertreten. Außerdem spielt „BaSch“, die Band des Fachgebiets Schauspiel, im Opernfoyer Funk, Rap, Balladen, Rock und Ska.

Mit Aufführungen von „Szenen der Weltliteratur“ und Klassik-Projekten unter dem Titel „Gibt es ein richtiges Leben im falschen?“ geht es im Juni am Campus I (Johannishof) weiter. Unter freiem Himmel gastiert das Hoftheater im August mit „Der Wutbürger“ im Innenhof des Beueler Heimatmuseums.

Alle Infos und Termine unter www.alanus-schauspiel.de/hoftheater