Schule An der Wicke Sanierung des Schulgebäudes in Gielsdorf abgeschlossen

Erinnerungsstücke für kommende Generationen: Landrat Sebastian Schuster (3.v.l.) mauert die neu befüllte Zeitkapsel ein.

Alfter-Gielsdorf. Nach rund anderthalb Jahren ist die Erweiterung und energetische Sanierung der Gielsdorfer Schule An der Wicke für fast vier Millionen Euro abgeschlossen.

Ab kommenden Montag werden Schüler und Lehrer das sanierte Gebäude der Schule An der Wicke in Gielsdorf wieder mit Leben füllen. Wie die Verwaltung des Rhein-Sieg-Kreises mitteilte, soll am 17. September der Rückumzug erfolgen. Der Unterricht werde dann nach und nach aufgenommen, sagte eine Kreissprecherin.

In den vergangenen rund anderthalb Jahren wurde die kreiseigene Förderschule umfassend energetisch saniert und erweitert. Mehr als vier Millionen Euro hat der Kreis nach eigenen Angaben dafür ausgegeben. Alleine knapp 2,3 Millionen Euro wurden laut Daniela Blumenthaler von der Kreis-Pressestelle in die energetische Sanierung investiert. 90 Prozent dieser Kosten seien über Fördermittel des Bundes gedeckt worden, so Blumenthaler.

Während der Arbeiten war die Einrichtung im ehemaligen Hauptschulgebäude in Oedekoven untergekommen. Unterrichtet werden an der Schule Kinder im Grundschulalter, die eine gezielte Förderung ihrer Sprachentwicklung benötigen. Und das nun in rundum sanierten und erweiterten Räumen. Unter anderem hat die Einrichtung ein weiteres Treppenhaus erhalten, auch wurden ein zusätzlicher Flur und Differenzierungsräume geschaffen. Erneuert wurden Dämmung, Fenster und die Haustechnik.

Rund 90 Mädchen und Jungen besuchen aktuell die Schule. 1978 hatte der Kreistag beschlossen, in der bisherigen Grundschule in Alfter-Gielsdorf eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache für das linksrheinische Kreisgebiet einzurichten. 1982 kaufte der Rhein-Sieg-Kreis das Schulgrundstück von der Gemeinde Alfter. 1963 war der Grundstein für den Neubau der damals katholischen Volksschule gelegt worden.

Bei den Arbeiten wurde auch eine Zeitkapsel von 1963 entdeckt

Die Urkunde über die Grundsteinlegung von 1963 wurde nach Angaben des Kreises nun bei den Arbeiten in einer im Fundament versenkten Zeitkapsel entdeckt. Auf ihr steht: „Das vor 100 Jahren errichtete alte Schulgebäude an der Grenze der Gemeinde Oedekoven […] entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das Schulgebäude weist erhebliche Schäden auf. Außerdem haben die Klassenräume eine ungünstige Nordwestlage.“ Vier Klassen und die dazugehörigen Nebenräume sollten entstehen.

Auch das Bildungsziel wurde definiert: „Der Rat der Gemeinde Gielsdorf ist von dem Willen und dem Wunsche getragen, daß die Kinder der Gemeinde in der neuen Volksschule zu lebenstüchtigen, charaktervollen und christlichen Menschen heranreifen mögen und zu wertvollen demokratischen Staatsbürgern gebildet werden.“

Landrat und Bauherr Sebastian Schuster ließ es sich dann nicht nehmen, die alte Zeitkapsel neu zu bestücken. Neben der „alten“ Urkunde, einer Ausgabe des Buchs „Kinder, Kinder… schaut mal Alfter“ des Kulturkreises Alfter, vier Ausgaben der Schülerzeitung „Wickenblätter“, einer Liste aller an dem Projekt beteiligten Firmen sowie Ansichten der Schule vor und nach der Sanierung enthält sie die besten Wünsche für die Zukunft.

Unterstützt wurde Schuster beim Einbau der „Zeitkapsel 2.0“ von Svenja Udelhoven, Kreiskämmerin und Dezernentin für Gebäudewirtschaft, Projektleiterin Ursula Laubenthal von der Gebäudewirtschaft des Rhein-Sieg-Kreises, Schulleiterin Gudrun Beckmann und Johannes Gappel, Leiter der Abteilung  Schulverwaltung des Kreises.

Außerdem waren Nikolaus Decker, Inhaber des beauftragten Bonner Architekturbüros „Bauwerkstadt Architekten“, sowie der verantwortliche Bauleiter, Michael Sommer vom Büro „5b Bau und Projektmanagement“ aus Bonn, bei der erneuten Grundsteinlegung anwesend.

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