Glosse

Politiker Oliver Krauß macht Praktikum in Burger-Restaurant

Ihre Bestellung, bitte: Oliver Krauß belegt einen Burger.

Ihre Bestellung, bitte: Oliver Krauß belegt einen Burger.

Alfter-Oedekoven. Der CDU-Landtagsabgeordnete aus Alfter verdingt sich für einen Tag als Praktikant in einem Fast-Food-Restaurant in Oedekoven.

Nah bei den Bürgern zu sein ist eine Eigenschaft, die sich gewählte Volksvertreter jedweder Couleur von Herzen wünschen. Burgernähe zeigte jetzt der Landtagsabgeordnete Oliver Krauß aus Alfter im Wortsinn. Der Christdemokrat absolvierte einen Tag lang ein Praktikum in einer der weltweit bekanntesten Burgerbratereien der Welt. Dafür musste der Praktikant nicht mal eine weite Anreise auf sich nehmen. Das Unternehmen mit dem goldenen Bogen betreibt auch eine Filiale in Alfter-Oedekoven.

Eingeladen hatte den MdL der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) NRW. Wie Krauß dem GA sagte, habe er sich unter mehreren Varianten bewusst für den Einsatz in der Systemgastronomie entschieden, in der ein erfolgreiches Konzept auf weitere Restaurants übertragen wird. Einen Tag mit Pfannenwender, Belegzange und Haarhäubchen absolvierte Krauß, um in Erfahrung zu bringen, wie Arbeitsprozesse in der Gastronomie ablaufen. „Wir müssen konkrete Berufsperspektiven teilen, um zu schauen, wie Ausbildungsberufe attraktiver gemacht werden können“, sagte er nach seinem Einsatz am Herd, an der Anrichte und der Bestelltheke.

Eine gute Meldung hatte der Abgeordnete aus dem Schnellrestaurant mitgebracht: Die Digitalisierung kostet in der Gastronomie keine Arbeitsplätze. Zwar können Roboter akkurat Rasen kürzen und eigenständig Staub saugen, wenn man es ihnen beibringt, zum liebevollen Belegen eines Burgers taugt der Chip-Kollege aber noch nicht.