Kommentar zur Kooperation zwischen Alfter und Bornheim

Nicht um jeden Preis

Peter Monreal, Leiter des Bauhofes der Gemeinde Alfter, steht vor dem Fuhrpark auf dem Betriebsgelände in Impekoven.

Peter Monreal, Leiter des Bauhofes der Gemeinde Alfter, steht vor dem Fuhrpark auf dem Betriebsgelände in Impekoven.

Alfter/Bornheim. Die Pläne zur Zusammenarbeit mit dem Bornheimer Bauhof gehen den Alfterer Kommunalpolitikern nicht weit genug. Sie wollen mehr Ideen.

Eine Kooperation der Bauhöfe Alfters und Bornheims ist grundsätzlich eine gute Idee. In Zeiten knapper Kassen in beiden Kommunen gibt es mit Sicherheit einige Möglichkeiten, durch Synergieeffekte Geld zu sparen. Die von den Verwaltungen vorgeschlagene Zusammenarbeit in Aus- und Fortbildungsfragen ist dabei ein sinnvoller erster Schritt, wenn sich etwa Schulungen vor Ort anbieten lassen, sodass Zeit und Geld für die Anreise zu einer Fortbildungsstätte gespart werden.

Ob sich wiederum die Anschaffung des Fahrzeugs für Straßenreparaturen lohnt, müssen die Verantwortlichen gut durchrechnen. 250 000 Euro sind nicht wenig Geld, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich die Investition auf lange Sicht rechnet.

Mit diesen beiden Vorschlägen kann das Potenzial einer Kooperation mit Sicherheit nicht ausgeschöpft sein. Da haben die Alfterer Kommunalpolitiker recht. Weitere Möglichkeiten könnten sich etwa bei gemeinsamen Ausschreibungen von Leistungen für externe Firmen oder bei der Beschaffung von Material bieten. Größere Auftragsvolumina können sich auf den Preis auswirken. Man darf gespannt sein, welche Ideen nun aus den Reihen der Alfterer Kommunalpolitik kommen.

Allerdings sollten sich die Politiker dabei eine klare Grenze setzen. Zum einen dürfen durch Kooperationen ermöglichte Einspareffekte nicht zulasten der Bürger gehen – etwa falls ein gemeinsamer Winterdienst mit dem Streuen und Räumen der Straßen nicht hinterherkommt. Zum anderen darf es kein Ziel einer Kooperation sein, dass Personal entlassen wird. Sparen ja, aber nicht um jeden Preis.