Lärm in Witterschlick

Kreis reagiert auf Kritik

Gegen Produktionslärm und den Lieferverkehr im Umfeld der Wester Werke wehren sich Anwohner aus Witterschlick und Volmershoven.

Gegen Produktionslärm und den Lieferverkehr im Umfeld der Wester Werke wehren sich Anwohner aus Witterschlick und Volmershoven.

ALFTER-WITTERSCHLICK. Laster auf dem Weg zu den Wester-Werken sollen nicht mehr durchs Geltorfviertel, sondern über die Kottenforststraße fahren. Das Problem: Die Kottenforstraße soll bald ausgebaut und dazu gesperrt werden.

Das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises will kurzfristig die An- und Abfahrt von Lastern zu beziehungsweise von den Wester Werken in Witterschlick über die Duisdorfer Straße und durch das Geltorfviertel unterbinden. Das teilt Pressesprecherin Rita Lorenz auf Anfrage mit. Zudem werde der Kreis die Fahrt über die Kottenforststraße nachts untersagen.

Wie berichtet, hatten Anwohner aus der Umgebung der Wester Mineralien GmbH einen offenen Brief mit 220 Unterschriften an den Landrat und den Kreistag sowie an den Alfterer Bürgermeister und den Gemeinderat geschrieben. Dabei hatten sie unter anderem ein Ende der Beeinträchtigung durch den Schwerlastverkehr gefordert, der sich teils durch Wohnstraßen im Geltorfviertel um Geltorf- und Servaisstraße seinen Weg bahnt.

Zudem wehren sich die Bürger gegen den Produktionslärm der früheren Tonbergbaufirma, die heute mit dem Mineral Korund handelt. Vor allem sogenannte tieffrequente Geräusche, die „als Wummern“ wahrzunehmen seien, empfinden die Bürger als belastend. Wie Lorenz bestätigt, haben Messungen der Bezirksregierung Köln ergeben, dass im tieffrequenten Bereich auch Grenzwerte überschritten werden. Die Wester Werke seien nun dabei, den Schallschutz an der Fassade zu verbessern. Bis April hat das Unternehmen dazu Zeit. Danach solle eine Überprüfung durch erneute Messungen der Bezirksregierung erfolgen und eventuell weitere Maßnahmen getroffen werden, sagt Lorenz.

Probleme birgt der geplante Ausbau der Kottenforststraße

In puncto Lkw-Verkehr erläutert Harald Pütz, Leiter des Straßenverkehrsamtes, dass der Kreis das „Schlupfloch“ von der Witterschlicker Hauptstraße über die Duisdorfer Straße und das Geltorfviertel zu den Werken an der Heerstraße schließen wolle. Die Laster sollen stattdessen in Volmershoven auf die Kottenforststraße abbiegen.

Das Problem: Die Kottenforststraße soll ausgebaut und dazu gesperrt werden. Darüber berät am Dienstag, 7. März, die Alfterer Politik. Die Umleitung soll laut Pütz gerade über Duisdorfer Straße und Geltorfviertel erfolgen. Während der Bauzeit müssen Anwohner also wieder mit Belastungen rechnen. „Wir sind natürlich nicht glücklich mit dieser Situation“, sagt Pütz, „aber dies ist dann die einzig mögliche Zufahrt.“ Nach den Bauarbeiten solle diese dann aber wieder unterbunden werden.