Pfarreiengemeinschaft Alfter

Kirche sammelt Wünsche von Mitgliedern

Alfter-Witterschlick. Die sechs Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft Alfter haben die Wünsche ihrer Mitglieder gesammelt, um fit für die Zukunft zu werden. Inzwischen steht auch eine Übergangslösung für die Nachfolge von Pfarrer Rainald Ollig fest.

Die Pfarreiengemeinschaft Alfter sucht Ideen und Visionen für die Zukunft der Pfarreien vor Ort. In fünf Versammlungen haben Gläubige in St. Jakobus Gielsdorf, St. Mariä Himmelfahrt Oedekoven und ihrer Filialkirche St. Mariä Heimsuchung Impekoven sowie in St. Mariä Hilf Volmershoven-Heidgen ihre Vorstellungen einer noch lebenswerteren Kirche vor Ort zusammengetragen. Am Dienstag ging die letzte Runde in Witterschlick mit rund 30 Gemeindemitgliedern von St. Lambertus im Pfarrzentrum über die Bühne.

Seit dem vergangenen Jahr beschäftigt sich der 2017 neugewählte Pfarrgemeinderat mit der Zukunftsfähigkeit der Ortsgemeinden. „Denn wir möchten Menschen, die nicht in einem kirchlichen Gremium aktiv sind, mehr ins Gemeindeleben integrieren“, erklärte Diakon Martin Sander. Auf seine Initiative gehen die „Zukunftstreffen“ der vergangenen Wochen in den Ortsteilen zurück.

Und das Interesse dort war groß. Rund 80 Männer und Frauen brachten ihre Vorstellungen für ein lebendiges Gemeindeleben zum Ausdruck und hielten ihre persönlichen Visionen auf Zetteln für eine spätere Auswertung fest. Im Großen und Ganzen zeigten sich die Gläubigen mit den Aktivitäten vor Ort zufrieden. Allerdings sprachen sich eine ganze Reihe für modernere Formen der Gottesdienstgestaltung aus: die einen mit Gesang und Tanz, die anderen mit mehr Besinnung. Auch Pilgerfahrten zur Festigung der Gemeinschaft und eine verstärkte Einbindung von Kindern und Jugendlichen ins Gemeindeleben standen auf der Agenda.

Keine Jugendlichen bei der Diskussion

Bedauerlich fand es Engagementförderin Elke Friedrich, dass bei den Treffen – bis auf Alfter-Ort – keine Jugendlichen dabei waren. Auch in Witterschlick fehlten junge Leute, die die Diskussion bereichert hätten. Aber auch dort fanden die vielfältigen Aktivitäten im Gemeindeleben und das Engagement unterschiedlicher Gremien nur positive Resonanz. Auf der Witterschlicker Wunschliste stand unter anderem eine Pilgerfahrt nach Assisi, Lichterabende am Klausenhäuschen, lebendige und fröhliche Familiengottesdienste, Frühschoppen einmal im Monat nach der Kirche, ab und zu ein Gemeindefrühstück für Neubürger und offene Glaubensgespräche.

Die gesammelten Ideen werden am Donnerstag, 4. Juli, 19.30 Uhr, Hertersplatz 14 in Alfter-Ort, bei einem Treffen für alle Ortskirchen vorgestellt. Laut Fahrplan sollen die ersten Projekte im September realisiert werden. „Wenn sich allerdings vorher schon Arbeitsgruppen, die ein Projekt in Angriff nehmen wollen, zusammenfinden sollten, umso besser“, betonte die Engagementförderin. Ideen und Vorschläge können weiterhin bei Elke Friedrich unter 01 70/1 02 80 24 eingereicht werden.

Lischka, Genster und Flottmeier übernehmen Leitung

Den Abend nutzte Sander auch, um die Neubesetzungen im Pastoralteam öffentlich zu machen. Der leitende Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft, Rainald Ollig, geht Ende August in den Ruhestand. Eine Übergangslösung steht nun fest: So übernimmt den seelsorgerischen Teil als Pfarrvikar Stefan Lischka. Bisher ist er als leitender Pfarrer in Elsdorf im Rhein-Erft-Kreis tätig und vielen Alfterern noch als Gielsdorfer und Oedekovener Kaplan der 80er und 90er Jahren bekannt.

Die Verwaltungsangelegenheiten betreut ab September als Pfarrverweser Matthias Genster, leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Bornheim-Vorgebirge. Neu im Team dabei sein wird ab August als Chefin der Verwaltung Claudia Flottmeier, bisher Leiterin des Familienzentrums und der Kita Sankt Sebastian Roisdorf.