Quarzabbau nur noch in Witterschlick

Kiesgrube wird nicht erweitert

RHEIN-SIEG-KREIS. Mit "großer Freude" hat der Landschaftsschutzverein Kottenforst (LSK) die Nachricht aus Düsseldorf aufgenommen, dass der neue Regionalplan der Kölner Bezirksregierung nach Zustimmung der Landesregierung und Veröffentlichung im Gesetzblatt des Landes "endlich rechtskräftig" ist. Das teilte am Donnerstag der LSK mit.

Auch wenn es sich bei der Veröffentlichung um eine Formalie handelt, sei es dem Verein wichtig, auf diesen "Etappensieg" zu verweisen. Die Bezirksregierung Köln hatte den Regionalrat am 21. September darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Regionalplan rechtskräftig ist.

Dies bedeutet, dass es in den nächsten 25 Jahren nur an der Schmalen Allee bei Witterschlick Erweiterungsspielraum für den Quarzabbau gibt. Damit sind vorerst die Pläne der Rheinbacher Kieswerke vom Tisch. Sie hatten beantragt, die Flerzheimer Quarzkiesgrube um 23 Hektar zu erweitern, die somit in der Kosequenz auf 390 Meter an den südlichen Ortsrand von Buschhoven herangerückt wäre. Deshalb bedankte sich der LSK-Vorsitzende Thomas Klodt für die "einhellige Unterstützung durch den Regionalrat bei der Bezirksregierung, die Gemeinde Swisttal und den Rhein-Sieg-Kreis".

Die "Schlacht" sei aber leider noch nicht "endgültig gewonnen", denn die Rheinbacher Kieswerke hätten bereits angekündigt, den Rechtsweg zu beschreiten, um auf diese Weise doch noch eine Erweiterung zu erreichen. "Wir sind überzeugt, dass die Kieswerke dabei schlechte Karten haben. Gleichwohl geht die Arbeit für den LSK beim Thema Kiesabbau weiter", unterstrich Klodt.