Politischer Jahresauftakt

Ja zur Dependance einer Gesamtschule in Oedekoven

Die Alfterer Liberalen mit Gästen (v.l.): Bernhard Heitzer, Monika Rudeloff, Jörn Freynick, Nicole Westig, Albert Wulff, Karl-Heinz Lamberty, Andreas Pinkwart und Miriam Clemens (vorne).

Die Alfterer Liberalen mit Gästen (v.l.): Bernhard Heitzer, Monika Rudeloff, Jörn Freynick, Nicole Westig, Albert Wulff, Karl-Heinz Lamberty, Andreas Pinkwart und Miriam Clemens (vorne).

Alfter. Beim Neujahrsempfang der Alfterer FDP ging es vor allem um die Entwicklung der Gemeinde - angefangen bei Wohngebieten über die Gestaltung des Herrenwingerts bis zum Thema Verkehr.

Die Entwicklung der Gemeinde Alfter stand im Mittelpunkt der Ansprache des FDP-Ortsverbandsvorsitzenden Bernhard Heitzer am Montag im Lokal „Spargel Weber“. Zu den Gästen gehörten Parteifreunde aus der Landes- und Bundespolitik wie die beiden Abgeordneten Jörn Freynick aus Bornheim und Nicole Westig aus Bad Honnef. Ein Heimspiel war der Abend für den in Witterschlick wohnenden Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Zufrieden zeigte sich Heitzer mit der Attraktivität der Kommune als Wohnstandort. Das belege auch das allgemeine Interesse am schnellen Verkauf von Baugebieten, sagte er. Zugleich mahnte er aber auch an, dass die Gemeinde die damit verbundenen Chancen entsprechend nutzen müsse.

Um einer wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden, forderte er die Verbesserung des öffentliche Personennahverkehrs und den Ausbau eines Radschnellweges. Klar sprach sich Heitzer für eine örtliche Dependance der Gesamtschule Rheinbach aus, die in der ehemaligen Oedekovener Hauptschule untergebracht werden könnte. „Es deutet einiges darauf hin, dass der Bedarf zusammen mit Nachbarkommunen da ist. Wir müssen ausloten, welche Möglichkeiten das Schulgesetz bietet, die Mindestanmeldezahlen zusammen mit anderen Kommunen zu schaffen“, so der Ortsverbandsvorsitzende.

Besonders lobte Heitzer darüber hinaus, dass sich Vertreter aller Fraktionen noch vor dem Neujahrsempfang erstmals getroffen hätten, um zu diskutieren, wie die „Gemeinde finanziell besser von der Vermarktung von Baugebieten profitieren kann“.

Region ist in Sachen wissenschaftlicher Bildunggut aufgestellt

Fest steht für den Liberalen, dass die Gemeinde das „Projekt Herrenwingert“ wegen der angespannten finanziellen Situation alleine nicht stemmen kann. Dabei geht es, wie berichtet, um die Neugestaltung des zum Großteil als Parkplatz genutzten Areals in der Alfterer Mitte, bei der sowohl die Kommunalpolitiker als auch Studierende der Alanus Hochschule und die Bürger bei verschiedenen Gesprächen einbezogen wurden.

Die Ergebnisse dieser Gespräche sollen in einem Konzept zusammengefasst und der Politik sowie der Verwaltung übergeben werden. Parallel dazu arbeitet die Gemeinde daran, ein Planungsbüro zu finden, das ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt, das Voraussetzung für die Beantragung von Landesmitteln für die Umgestaltung des Platzes ist. Die Ergebnisse des Bürgerdialogs sollen in das Konzept einfließen.

In seiner anschließenden Rede wies Minister Pinkwart unter anderem auf die gute Verkehrsanbindung der Gemeinde hin. Er machte deutlich, dass die Region mit ihren Hochschulen in Sachen wissenschaftlicher Bildung gut aufgestellt sei. „Denn vor der Haustür liegen Bonn, Köln und Aachen. Bonn hat sieben Anträge, Köln vier und Aachen fünf Anträge auf Exzellenzcluster gestellt. Das ist hervorragend.“