Kottenforststraße

In zwölf Monaten soll in Alfter alles fertig sein

Fragen zu den anstehenden Arbeiten konnten die Anlieger bei einer Bürgerversammlung an der Kreuzung Kottenforststraße/Grüner Weg/Heerstraße stellen.

Fragen zu den anstehenden Arbeiten konnten die Anlieger bei einer Bürgerversammlung an der Kreuzung Kottenforststraße/Grüner Weg/Heerstraße stellen.

Alfter-Volmershoven. Die Gemeinde Alfter und beteiligte Unternehmen informieren die Anwohner über den Aus- und Kanalbau an der Volmershovener Kottenforststraße.

Wann, wie lange und wo wird es in Volmershoven Sperrungen und Umleitungen geben? Diese und andere Fragen zu den Ausbau- und Kanalbauarbeiten an der Kottenforststraße beantworteten Günter Restel (Tiefbauamt der Gemeinde Alfter), Manfred Esper (Bauunternehmen Wurzel), Burkhard Schmitz und Martin Geier (beide E-Regio) sowie Cristina Da Costa vom bauleitenden Ingenieurbüro Kluge und Schlupp rund 50 betroffenen Bürgern bei einer Informationsveranstaltung an der Kreuzung Kottenforststraße/Grüner Weg/ Heerstraße.

Viele Befürchtungen der Bürger gingen von dem seit langer Zeit angeprangerten Lkw-Verkehr in der eigentlich für Lastwagen gesperrten Straße aus. „Das ist eine Zumutung“, beschwerte sich eine Frau. 26 Lkw seien es in einer einzigen Nacht gewesen, die durch die Kottenforststraße gefahren seien, um am Rande der Heerstraße zu parken und später in der Nacht wieder loszufahren. Wie das denn während der Bauzeit funktionieren solle? „Und wenn wir alle endlich neue Gehwege haben, dann fahren die Lkw das alles wieder kaputt“, prophezeite ein Mann.

Unabhängig von dieser Frage bewegten die Anlieger alltägliche Belange wie die Zufahrt zur Sackgasse, die nicht umgeleitet werden kann. „Die Zufahrt wird jederzeit möglich sein“, versicherte Restel. Bevor man ab der Woche vom 10. bis 14. September dort die Straße öffnet, wird über die benachbarte Wiese ein Schotterweg angelegt, über den die Fahrzeuge in der Bauzeit fahren können. Sperren werde man ohnehin nur für wenige Tage zu Anfang und zum Ende der Baumaßnahmen, erklärte Geier.

Dem Wunsch einer Volmershovenerin, eine weitere Umleitungsstrecke für die Fahrtrichtung Meckenheim/Rheinbach vorzusehen, musste Restel vorab eine Absage erteilen. Seiner Einschätzung nach sei der Aufwand zweier Umleitungen bei einer so kurzen Sperrungsphase kaum zu rechtfertigen. Die Umleitung wird daher entsprechend der Planung an einer Baustellenampel an der Kreuzung Kottenforststraße/Hauptstraße beginnen. Die Fahrzeuge weichen dann über die Hauptstraße, Duisdorfer Straße, Servaisstraße, Esserstraße und Heerstraße bis zur Kottenforststraße aus.

1,4 Millionen Euro kostet das Gesamtprojekt, wovon 680.000 Euro auf den Straßenbau entfallen

Für den umgekehrt fließenden Verkehr ist die einzige Abweichung von dieser Strecke, dass nicht via Esserstraße, sondern über die Geltorfstraße gefahren wird. Restel: „Die Straßen in diesem Bereich sind zu eng für Begegnungsverkehr.“ Dies alles gälte unter der Voraussetzung, dass die urlaubsbedingt noch nicht vorliegende Zustimmung vom Rhein-Sieg-Kreis erteilt werde.

„In jedem Fall wird immer dafür gesorgt sein, dass Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge im Notfall ungehindert anfahren können“, meinte Schmitz auf Nachfrage. Auch für die Müllabfuhr gebe es eine Lösung, so Esper. „Wir vereinbaren mit dem Abholunternehmen Sammelstellen für die Mülltonnen, wenn das notwendig ist. Die Mitarbeiter bringen Ihre Tonnen dorthin.“ Allerdings sei es sinnvoll, die Tonnen zu markieren, damit jeder auch sein Exemplar zurückerhalte.

Die Sorge eines Bauherrn im Anliegerbereich, dass die Lkw mit Baustoffen nicht mehr anfahren könnten, konnte Esper nachvollziehen. „Besprechen Sie das am Besten mit dem Polier vor Ort“, riet er. Mit diesem könne er mit zeitlichem Vorlauf abstimmen, wann welche Fahrzeuge passieren müssen und können. Das Gleiche gälte für die Fahrzeuge der Anlieger, die normalerweise auf dem eigenen Grundstück parken, wenn die Straße davor geöffnet wird. „Wir haben bisher immer Lösungen gefunden.“

Die individuellen Kanalanschlüsse erläuterten Schmitz und Geier von der E-Regio: Rot markierte Anschlüsse müssten erneuert werden, gelb markierte würden nochmals genauer überprüft und gegebenenfalls repariert, grüne seien in Ordnung und würden gleich nach einer Dichtigkeitsprüfung angeschlossen.

Zu den genauen Kosten für die Anlieger konnte die Gemeinde Alfter bisher keine Auskunft geben. Alles in allem seien laut Restel 1,4 Millionen Euro veranschlagt, davon entfielen 680.000 Euro auf den Straßenbau. An der Finanzierung seien maßgeblich das Abwasser- und Wasserwerk sowie die Kommune beteiligt. Der Anteil der Anlieger am Straßenbau sei aufgrund des Zusammenhangs mit dem notwendigen Kanalbau geringer als in vielen anderen Fällen. In zwölf Monaten will man fertig sein, vielleicht sogar in zehn, wenn im Winter das Wetter mitspielt.