Wohnen an der Châteauneufstraße

In Alfter entsteht ein Betreuungs- und Pflegeheim

Alfter-Oedekoven. Wohnraum ist knapp, vor allem wenn er bezahlbar sein soll. Auch in Alfter. Auf demfreien Grundstück zwischen Châteauneufstraße, Alfterer Straße und Wegscheid in Oedekoven, sind jetzt die Bagger angerollt. Als erstes entsteht ein Gebäude für generationengerechtes Wohnen.

Der Rhein-Sieg-Kreis wächst und wächst – auch die Gemeinde Alfter. Wohnraum ist knapp, vor allem wenn er bezahlbar sein soll. Aus diesem Grund legten Verwaltung und Kommunalpolitik ein Akutprogramm zur Schaffung von Wohnraum auf. Dazu gehört auch das freie Grundstück zwischen Châteauneufstraße, Alfterer Straße und Wegscheid in Oedekoven, auf dem jetzt die Bagger anrollten.

Alles in allem sind dort vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 77 Wohneinheiten, zwei Gewerbeeinheiten und eine Tiefgarage mit 31 Stellplätzen sowie 56 Außenstellplätze geplant. Investoren ist die Brings und Nettekoven GmbH aus Bornheim, die das Grundstück auch von der Gemeinde gekauft hat.

Den Anfang macht das Haus 1 an der Châteauneufstraße 8. Mit dem Gebäude soll generationengerechter Wohnraum geschaffen werden. Laut Maryla Günther, Pressesprecherin der Gemeinde, handelt es sich um ein Betreuungs- und Pflegeheim mit 21 Wohneinheiten und Tiefgarage.

Die Bauarbeiten konnten starten, nachdem der zuständige Rhein-Sieg-Kreis eine Baugenehmigung erteilt hat, so Günther. Der Bedarf an Tagespflegeplätzen und Service-Wohnen, bei dem Senioren Dienstleistungen in Anspruch nehmen können, sei aktuell immens, sagte Bürgermeister Rolf Schumacher: „Mit dem Haus 1 wird hierzu ein passgenaues Angebot geschaffen.“ Sowohl die Pflegeeinrichtung als auch das Service-Wohnen sollen laut Gemeinde vom Pflegeteam Wentland aus Rheinbach betrieben werden, das in Oedekoven bereits eine Niederlassung hat.

Ein Teil wird öffentlich gefördert

Für das jetzt gestartete Vorhaben Haus 1 sei eine Bauzeit von zwei Jahren geplant. Die Gemeinde bitte die Bürger für Unannehmlichkeiten um Verständnis.

Über das Areal zwischen Châteauneufstraße, Alfterer Straße und Wegscheid war in der Vergangenheit bereits diskutiert worden. Eine Gruppe von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Freiberuflern hatte einen Bürgerantrag gestellt und gefordert, dass eine Maximalzahl von 30 Prozent an öffentlich gefördertem Wohnraum entstehen soll. Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, hatte die Initiative 1100 Unterschriften gesammelt. Die Unterzeichner fürchteten, dass in Oedekoven ein sozialer Brennpunkt entsteht, falls dieser Anteil überschritten wird.

Die 30-Prozent-Marke wurde durch einen Ratsbeschluss im Jahr 2016 politisch festgelegt. Von den insgesamt 77 Wohneinheiten sollen laut Gemeinde 20 Wohneinheiten im Haus 3 öffentlich gefördert werden. Damit werde die von der Bürgerschaft geforderte und vom Rat beschlossene Begrenzung auf maximal 30  Prozent eingehalten.