Kooperation zwischen Bornheim und Alfter

Grüne wollen Bauhöfe im Vorgebirge zusammenlegen

Mit einer Tiefenreinigungsmaschine pflegen Mitarbeiter des Stadtbetriebs Bornheim bereits den Kunstrasen in Oedekoven.

Mit einer Tiefenreinigungsmaschine pflegen Mitarbeiter des Stadtbetriebs Bornheim bereits den Kunstrasen in Oedekoven.

Alfter/Bornheim. Die Ratsfraktionen aus Alfter und Bornheim starten eine Initiative zur Zusammenarbeit der Rathäuser. Die FDP hatte bereits 2015 eine Kooperation angeregt.

Die Grünen in Alfter und Bornheim streben eine Zusammenlegung der Bauhöfe der beiden Kommunen an – mindestens aber eine stärkere Zusammenarbeit. Dafür reichten beide Fraktionen den annähernd gleichen Antrag zur nächsten Ratssitzung ein. In Alfter kommt der Gemeinderat am Donnerstag, 29. Juni, zusammen, der Bornheimer Stadtrat tagt das nächste Mal am Donnerstag, 13. Juli.

Durch eine engere Zusammenarbeit bei den Bauhöfen versprechen sich die Grünen einen besseren Zugriff auf Ausrüstung sowie finanzielle Einsparungen. „Bisher wurde viel über eine interkommunale Zusammenarbeit geredet, aber Fortschritte vonseiten der Verwaltungen sind bisher keine erzielt worden“, sagt Alfters Grünen-Fraktionschef Wilhelm Winduis. Nun sollten die beiden Kommunen zeigen, ob es mit der Zusammenarbeit auch ernst werden kann.

Alfter und Bornheim "können gut miteinander"

Arnd Kuhn, Fraktionsvorsitzender der Bornheimer Grünen, ergänzt: „Die Idee, bei den Bauhöfen die interkommunale Zusammenarbeit mit Alfter weiter zu intensivieren, existiert schon länger, aber uns liegt bis heute nichts Konkretes vor. Wir wollen die Verwaltung in diesem Punkt jetzt mal etwas anschieben.“

Den Grünen zufolge gibt es bereits einige Beispiele, die zeigen, dass Alfter und Bornheim „gut miteinander können“: die Entwicklung des gemeinsamen Gewerbegebietes oder die Volkshochschule. „Daneben gibt es ja auch weitere Kooperationen, in denen die beiden Gemeinden eng zusammenarbeiten. Die Voraussetzungen scheinen uns günstig zu sein“, ergänzt Kuhn.

Zwischenschritte zeitnah umsetzen

Die Grünen benennen in ihrem Antrag konkrete Maßnahmen, die als Zwischenschritte schon zeitnah umgesetzt werden können. Vor allem sei dies ein gemeinsamer Geräte- und Maschinenpool, ein gemeinsamer Notdienst und ein gemeinsames Streusalzlager. Langfristig solle aber eine Zusammenlegung das Ziel sein, da man sich davon den größten Nutzen verspreche, so die Grünen weiter.

In der Tat ist die Idee nicht völlig neu. Bereits im August 2015 hatten die FDP-Fraktionen aus Alfter und Bornheim beantragt, Kooperationsmöglichkeiten zwischen den beiden Bauhöfen auszuloten. Tatsächlich gibt es diese bereits dahingehend, dass der Stadtbetrieb Bornheim Kunstrasenplätze in Alfter pflegt, weil er eine entsprechende Spezialmaschine besitzt. Nach Angaben von Bornheims Pressesprecher Rainer Schumann erhält der Stadtbetrieb dafür eine Aufwandsentschädigung.

Gespräch zwischen Verantwortlichen geplant

Mit Blick auf den FDP-Antrag von August 2015 solle es bald ein Gespräch zwischen den Verantwortlichen in Bornheim und Alfter geben, um auszuloten, in welchen Bereichen eine Kooperation sinnvoll sei, so Schumann.

Dass nicht sofort mit der Gemeinde Alfter gesprochen werden könne, hatten Vertreter des Stadtbetriebs in der Verwaltungsratssitzung im Oktober 2015 damit begründet, dass zunächst die Jahresabschlüsse 2014 und 2015 des Stadtbetriebs sowie „notwendige betriebswirtschaftlichen Daten“ vorliegen müssten.