St. Mariä Himmelfahrt in Alfter-Oedekoven

Gospelchor "Wave of Joy" sorgt für Welle der Begeisterung

Benefizveranstaltung für den Hospizdienst: Der Gospelchor "Wave of Joy" singt in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt. FOTO: AXEL VOGEL

Benefizveranstaltung für den Hospizdienst: Der Gospelchor "Wave of Joy" singt in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt.

ALFTER-OEDEKOVEN. Eine solche Stimmgewalt hatte die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Alfter-Oedekoven bisher wohl selten erlebt: Am Freitagabend machten rund 60 Sängerinnen und Sänger des Bonner Gospelchores "Wave of Joy" ihrem Chornamen alle Ehre und durchfluteten das Gotteshaus mit einer Welle der Freude und Begeisterung.

Bereits zum wiederholten Male stellte der international bekannte Chor aus Bonn mit zeitgenössischen "Black Gospels" seine starken Stimmen in den Dienst der guten Sache: Bei freiem Eintritt wurden Spenden zur Unterstützung des ambulanten Hospizdienstes für Bornheim und Alfter erbeten. In ihm engagieren sich derzeit 20 ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter. In häuslicher Umgebung werden schwer kranke, sterbende Menschen und deren Angehörige betreut.

"Dieser Abend ist ein Geschenk, ein Geschenk für den Hospizdienst und ein Geschenk für die Besucher", freute sich Gudrun Hofmann-Artus vom Vorstand des Hospizdienstes. Gleichzeitig hoffte sie auf hohe Spendenbereitschaft. "Die Arbeit der Begleiter erfordert eine gute Ausbildung", erklärte Hofmann-Artus. Die kontinuierliche Schulung der Mitarbeiter sei mit Kosten verbunden, die mit Hilfe der Spenden gedeckt werden könnten.

Gar nicht so einfach sei es gewesen, das Programm für das Benefizkonzert zugunsten des Hospizdienstes zusammenzustellen berichtete Chorleiterin Angelika Rehaag, die mit enormer Energie durch das gut anderthalbstündige Programm führte. "Es sollte besinnlich, aber nicht zu ruhig sein", erklärte sie. "Wir wollen den Angehörigen Zerstreuung bieten. Vor allem aber wollen wir die Liebe zu Gott transportieren, die die Lieder beinhalten." Mit Songs wie "Agnus Dei" und "Draw me close to you" wurde sanft gestartet. Ab dem dritten Titel kam auch Bewegung ins Spiel, so dass der Chor seine Zuhörer nicht nur akustisch in eine andere Welt der christlichen Musik entführte.

Im Gepäck hatte der Chor, der von Pianist Lukasz Flakus begleitet wurde, auch den Titel "Goin' up yonder" des Gospelmusikers Edwin Hawking. Dessen Name ist vor allem mit dem Welthit "Oh happy day" verbunden. Am 29. Mai wird der Chor in der Aula des Bonner Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums ein gemeinsames Konzert mit dem Hauptvertreter der amerikanischen Gospelmusik geben.