Sommerakademie Alfter

Ein großes Abschlussfest zum Ende

Beim Kurs Ölmalerei der Sommerakademie legen die Teilnehmer letzte Hand an ihre Werke.

ALFTER. 300 Teilnehmer in 26 Kursen: 24. Sommerakademie Alfter geht mit großem Abschlussfest zu Ende. Von Malkursen über Rauminstallationen in der Bildhauerwerkstatt und einer Schreibwerkstatt konnten die Teilnehmer sich auch mit einem Künstlerbuch oder Märchenillustrationen beschäftigen.

"Beim Malen habe ich ganz schön Muskelkater in den Oberschenkeln bekommen", erzählt Iris Möcke aus Roisdorf und zeigt stolz auf ihr 1,80 mal zwei Meter großes Werk. Die senkrechten mit Graphitstift gezeichneten Linien, die das Bild füllen, wirken wie ein dichter Vorhang, hinter dem sich etwas Geheimnisvolles verbirgt. Das große Bild von Iris Möcke entstand im Kurs "Konkretes" von Tomasz Wendland bei der 24. Sommerakademie Alfter.

Vom 21. Juli bis zum 17. August hatten das Alanus Forum für interkulturellen Dialog e.V. und die Westfälische Gesellschaft für Weiterbildung e.V. in Kooperation mit dem Alanus Werkhaus Laien eingeladen, sich eine bis vier Wochen intensiv mit Kunst auseinanderzusetzen. Beim Abschlussfest am vergangenen Freitag präsentierten die rund 300 Teilnehmer der 26 Kurse ihre Ergebnisse.

Stefanie Gather, die seit 24 Jahren die Projektleitung der Sommerakademie innehat, hatte ein Programm für die Kursteilnehmer zusammengestellt, das keine Wünsche offen ließ. Von Malkursen, in denen "Partituren in Farbe", "Experimentelle Porträts" oder "Landschaften und Tiere" auf den Leinwänden entstanden sind, über Rauminstallationen in der Bildhauerwerkstatt und einer Schreibwerkstatt konnten die Teilnehmer sich auch mit einem Künstlerbuch oder Märchenillustrationen beschäftigen oder Kurse aus dem Bereich Darstellende Kunst wählen.

Dort gab es neben Improvisationstheater und Musik- und Gesangskursen das ungewöhnliche Angebot, Eurythmie mit orientalischem Tanz zu verbinden. In der Kinder-Werkstatt der Bildhauerin und Kulturpädagogin Barbara Hillebrand erarbeiteten die zwölf Kinder in den zwei Wochen eine kleine Zirkusaufführung.

Mit selbst gebastelten Tiermasken und langen Schwänzen traten sie als Löwe, Jaguar, Hund und Igel auf. Der Elefant Finn Flockenhaus (7) zeigte, dass Elefanten sogar malen können. Mit ihrer Zaubertüte ließ die zehnjährige Alina Berg Sachen verschwinden und zauberte sie wieder hervor.

"Das Schönste an der Sommerakademie ist, dass es auch nach so vielen Jahren immer noch viel Spaß macht, weil die Ergebnisse der Kursteilnehmer umwerfend sind", erzählt Stefanie Gather und freut sich über den Erfolg der Veranstaltungsreihe. Auch für Iris Möcke, die schon zum 13. mal dabei ist, war die Woche mehr als Urlaub: "Mehr Sommer geht nicht!", sagt sie und fasst damit ihre intensive Auseinandersetzung mit sich selbst, der Gruppe und mit ihrem Kunstwerk zusammen.