Investitionen in Alfter

Bücherei wird energetisch saniert

Idyllisch gelegen, aber sanierungsbedürftig: Die Alfterer Bücherei soll energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. FOTO: KOHLS

Idyllisch gelegen, aber sanierungsbedürftig: Die Alfterer Bücherei soll energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. FOTO: KOHLS

Alfter. Die Gemeinde Alfter will 220.000 Euro für die Sanierung der Bücherei investieren. Die Finanzierung eines barrierefreien Zugangs per Aufzug bleibt allerdings noch offen. Die Witterschlicker Turnhalle bekommt zudem eine neue Heizungsanlage.

Die Gemeinde Alfter hat fast 500.000 Euro an Fördermitteln nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Landes Nordrhein Westfalen zur Verfügung. Über die Verwendung der Mittel diskutierte der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Neben einer neuen Heizungsanlage für die Witterschlicker Turnhalle und einem neuen Mannschaftstransportwagen für die Feuerwehr soll die Alfterer Bücherei saniert werden. Die Verwendung der Mittel steht auch auf der Tagesordnung der Ratssitzung am heutigen Donnerstag.

Die Maßnahmen müssen zeitnah umgesetzt werden, sagte Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher. Mit dem Einbau einer neuen Heizungsanlage könne unmittelbar nach der Heizperiode 2017 begonnen werden. Außerdem soll die Halle eine neue Beleuchtungsanlage bekommen. Hierfür seien 160.000 Euro vorgesehen.

Das neue Mannschaftstransportfahrzeug soll den alten Mannschaftstransporter am Alfterer Rathaus ersetzen, der über 25 Jahre alt ist. Hierfür sind 80.000 Euro vorgesehen. Als dritte Maßnahme ist die energetische Sanierung der Bücherei vorgesehen. Kostenpunkt: 220.000 Euro. Diese Punkte mit einem Investitionsvolumen von 460.000 Euro waren im Ausschuss unstrittig.

Doppelförderung des Aufzugs ausgeschlossen

Der barrierefreie Umbau der Bücherei, der vor allem den Anbau einer Aufzuganlage bedeutet, führte jedoch zu Diskussionen. Der Bürgermeister hatte vorgeschlagen, dass der Aufzug aus dem Investitionspaket herausgenommen werden soll, da nicht ausreichend Mittel vorhanden seien. Die Kosten für den Aufzug werden auf rund 110.000 Euro geschätzt. Die Leiterin der Bücherei Franzis Steinhauer bemühe sich um Drittmittel, um den Lift zu finanzieren. Eine Doppelförderung sei aber ausgeschlossen, so Schumacher.

Die Gesamtsumme der möglichen Investitionen sei jedoch höher, korrigierte Albert Wulff von der FDP die Verwaltung. Da die gemeinde einen Eigenanteil von zehn Prozent zu tragen habe, sei die Summe der maximalen Investitionen rund 550.000 Euro hoch.

Die Aufzuganlage könnte also doch mit den Investitionsmitteln des Landes gestemmt werden, sagte Wilhelm Windhuis (Grüne). Er schlug vor, zunächst zu schauen, ob die Bücherei Fördermittel bekommt. „Aber der Aufzug muss kommen“, forderte er. Die Grünen hatten den Aufzug in einem Antrag im April gefordert. Da sich in der Diskussion herausstellte, dass ein barrierefreier Zugang über das Pfarrheim ins Erdgeschoss der Bücherei möglich ist, fragte Barthel Schölgens (CDU), ob der Aufzug eine Pflichtaufgabe ist. Ihm sei jedenfalls eine Finanzierung durch Drittmittel lieber. Er regte an, weitere mögliche Maßnahmen aus dem Fördermitteln zu finanzieren, um die Mittel voll auszuschöpfen.

Der Ausschuss beschloss schließlich einstimmig die Heizung für die Witterschlicker Turnhalle, die Anschaffung des Mannschaftstransporters und die energetische Sanierung der Bücherei. Außerdem sollten die Mittel für den Aufzug reserviert und bis zur Haushaltsberatung geklärt werden, wie der Aufzug finanziert werden kann.

Mit den Themen befasst sich am Donnerstag der Gemeinderat. Die Sitzung im Ratssaal des Alfterer Rathauses beginnt um 18 Uhr.