Ferienaktion in Alfter

Auf den Spuren der Indianer

Eines ihrer selbst gebauten Tipis präsentieren Teilnehmer und Betreuer der Ferienaktion des Heimatvereins Alfter.

Eines ihrer selbst gebauten Tipis präsentieren Teilnehmer und Betreuer der Ferienaktion des Heimatvereins Alfter.

Alfter. Was man aus Ästen und Pflanzen alles bauen kann, das erfuhren 26 Kinder der Anna-Schule bei einem Ferienangebot des Alfterer Heimatvereins im Jakob-Wahlen-Park.

Klar kennen Dominik (11) und Nina (10) Indianer. Aus dem Fernsehen und Büchern zum Beispiel. Aber wie Amerikas Ureinwohner gejagt, gelebt und vor allem gewohnt haben, war den beiden Schülern der Annaschule in Alfter bislang weniger bekannt. Auf ihre Spuren begaben sie sich jetzt mit dem Heimatverein Alfter um seinen Vorsitzenden Georg Melchior im Jakob-Wahlen-Park.

26 Schüler der Offenen Ganztagsschule (OGS) an der Annaschule nahmen an der traditionellen Ferienaktion des Heimatvereins teil, die dieses Mal unter das Motto „Indianer“ gestellt war. Ein Produkt des viertägigen Freizeitprogramms war bereits von Weitem zu sehen: Vier prächtige Tipis standen da am Waldrand.

„Die Kinder haben die völlig selbstständig in vier Gruppen gebaut“, betonte Betreuerin Hildegard Frechen. Vor allem legte Organisator Melchior Wert darauf, dass allein natürliches Material verwandt wurde: „Wir haben zusammen im Wald herumliegende lange Äste und Stöcke gesammelt, und die Kindern haben die dann etwa mit dünnen Kletterpflanzen zusammengebunden.“Zur Verkleidung des Rohgerüstes für die Zelte dienten alte Laken, die die Kinder von zu Hause mitbrachten.

„Das war eine tolle Sache“, fand der Heimatvereinsvorsitzende, „weil die Jungen und Mädchen richtig interessiert und neugierig waren. Die haben mich jede Menge gefragt. So wusste mancher beispielsweise nicht, wie man einen Ast abschneidet oder eine Säge gebraucht“, berichtete Melchior.

Auch lernten die Anna-Schüler in der Woche noch andere Dinge aus dem Alltag der Indianer kennen. Zum Beispiel, womit die Krieger ihre Nahrung erlegten, und wie sie Pfeile, Bogen und Köcher aus Holzruten, Sehnen und Leder überhaupt herstellten. Ein ähnliches Jagdgerät bastelte Melchior mit Dominik, Ina & Co nach.

Zum Abschluss der Ferienaktion gab es ein geselliges Beisammensein: Bei einem zünftigen Osterfeuer samt Stockbrot saßen Kinder und Betreuer zusammen. Dominik und Ina waren sich einig, was der Höhepunkt der Ferienaktion war: „Das Bauen der Tipis“, erklärte beide. Ob das auch mal etwas für den eigenen Garten wäre? „Jaaa!“, klang es begeistert aus gut einem Dutzend kleiner Kehlen.