Erlebnistag beim Reit- und Fahrverein Alfter

Auf dem Rücken der Pferde

In der Oedekovener Heide stehen Kutschen und Pferde für die Kinder aus Sankt Augustin bereit. FOTO: VOGEL

In der Oedekovener Heide stehen Kutschen und Pferde für die Kinder aus Sankt Augustin bereit. FOTO: VOGEL

ALFTER-OEDEKOVEN. Das Glück der Erde fanden die Mädchen und Jungen der Frida-Kahlo-Schule aus Sankt Augustin mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung beim Erlebnistag auf der Oedekovener Heide buchstäblich auf dem Rücken der Pferde.

Eingeladen hatte der Reit- und Fahrverein Alfter knapp 30 Schülern mit ihren Eltern und Geschwistern, um ihnen einen schönen Nachmittag unter dem Motto "Freude schenken" zu bescheren. Der Höhepunkt war für die Kinder dabei nicht das üppige Buffet, sondern ein einstündiger, geführter Ritt durch die Felder.

Im Einsatz waren 21 Pferde und zwei Kutschen. Für den zehnjährigen Fabian Achenrainer hätte es bei den Pferden bleiben können. "Reiten ist einfach toll. Ein kleines Stück auf dem Rundweg habe ich auch in der Kutsche verbracht. Das war aber viel langweiliger als die Zeit auf dem Pferd", meinte er begeistert. Einzig die steife Haltung auf dem harten Sattel sei "ein bisschen lästig" gewesen.

Das Projekt "Freude schenken" fand in diesem Jahr zum 19. Mal statt. Einmal jährlich möchte der Reit- und Fahrverein einer Gruppe von Kindern etwas Besonderes bieten. Dazu gehörten bisher beispielsweise Kindergärten mit integrativen Gruppen, eine Behindertensportgruppe des VFG Meckenheim sowie tumor- und leukämiekranke Mädchen und Jungen aus Kinderkliniken.

Mittlerweile haben sich der Aktion auch weitere Vereine in der Umgebung angeschlossen. "Ursprünglich wurde das Projekt von unserer Jugendgruppe, sozusagen von Kindern für Kinder, ins Leben gerufen.

Dieses Mal hat sich unter anderem der Buschhovener Reitverein angeschlossen und unterstützt uns mit zwei Pferden", sagte Wolfgang Huppertz vom Vereinsvorstand, der den Tag mit weiteren Mitgliedern organisiert hatte. Die Frida-Kahlo-Schule ist nun schon das zweite Mal dabei. Für die Schüler ist der Umgang mit Pferden ohnehin nichts Neues.

"Die Schüler, die Defizite in ihrer motorischen oder körperlichen Entwicklung haben, können an der Schule eine Reit-AG besuchen und bei einer hippotherapeutischen Behandlung durch den Umgang mit Pferden ihr Körpergefühl verbessern", erklärte Ulla Scheer. Sie ist Physiotherapeutin mit einer Zusatzausbildung für Pferdetherapie und war für die Organisation seitens der Schule zuständig. "Die Therapie findet zwar mit Pferden statt, ist aber kein klassisches Reiten", so Scheer. Auch deswegen war der Nachmittag für die Schüler alles andere als Alltag.