Straßenbau

Alfter will Spezialgerät für Straßenreparaturen ausleihen

Um solche Schlaglöcher auszubessern, will sich die Gemeinde Alfter künftig das Patchmatic-Gerät aus Bornheim ausleihen.

Um solche Schlaglöcher auszubessern, will sich die Gemeinde Alfter künftig das Patchmatic-Gerät aus Bornheim ausleihen.

Alfter/Bornheim. Die Alfterer Politik startet einen neuen Anlauf für eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Bornheim. Auf Antrag von FDP und CDU soll ein Patchmatic-Gerät für Straßenreparaturen ausgeliehen werden.

Einstimmig hat der Gemeinderat in Alfter beschlossen, dass sich die Verwaltung nach Möglichkeit das sogenannte Patchmatic-Gerät des Stadtbetriebs Bornheim ausleiht, um es zu testen und darüber der Politik zu berichten. Entsprechende Anträge von FDP und CDU hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Der Idee von Liberalen und Union, sich am Kauf einer solchen Maschine zu beteiligen beziehungsweise ein eigenes Gerät anzuschaffen, hat die Verwaltung indes aus wirtschaftlichen Gründen eine Absage erteilt. Letztlich folgte der Rat diesem Vorgehen.

Bei dem Patchmatic-Verfahren handelt es sich um eine Methode, um Schlaglöcher, kleine Risse oder Unebenheiten auf Straßen schnell und kostengünstig auszubessern. Allerdings ersetzt das Verfahren keine größere Straßensanierung. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Barthel Schölgens gab zu bedenken, dass ein Patchmatic-Gerät nur bei gutem Wetter betrieben werden könne. Daher könne die Maschine nicht kontinuierlich von der Stadt Bornheim ausgeliehen werden. „Wir haben zwei Anliegen“, sagte Albert Wulff von der FDP. Das sei zum einen die Straßenverbesserung und zum anderen die Wahl eines wirtschaftlichen Vorgehens. Auf Antrag der FDP wurde daher ein konkreter Zeitpunkt festgesetzt, bis zu dem die Verwaltung über die Ausleihe und die Erfahrungen berichten soll. Das Ergebnis soll bis Ende 2019 dem Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt werden.

Wie berichtet, hatte der Stadtbetrieb Bornheim (SBB) eine externe Firma beauftragt, einige Straßen im Stadtgebiet mit dem Patchmatic-Gerät zu bearbeiten, um Erfahrungen zu sammeln. Der Kauf eines solchen Geräts ist allerdings teuer. Nach Angaben des SSB kostet es rund 250 000 Euro. Dazu kommen 1200 Euro brutto pro Ladung Bitumenemulsion, die zur Ausbesserung der Straßenschäden gebraucht wird. Laut SBB-Vorstand Ulrich Rehbann will der Stadtbetrieb nun einen anderen Weg gehen und einen Patchmatic-Aufsatz für ein vorhandenes Fahrzeug kaufen. Dieser kostet laut SBB 39 000 Euro brutto, inklusive Aufbau und Schulung der Mitarbeiter. „Im April soll die Maschine in Betrieb gehen“, sagte Rehbann jetzt dem GA auf Anfrage. Es sei denkbar, diese an die Gemeinde Alfter auszuleihen, dabei seien aber steuerliche Fragen bei der Rechnungsstellung sowie Arbeitsabläufe zu klären.