Semesterbeginn im Vorgebirge

Alanus Hochschule in Alfter startet ins neue Semester

Im Großen Saal: Die Studierenden Leonie Schwettmann und Christian Reinecke moderieren den Festakt.

Im Großen Saal: Die Studierenden Leonie Schwettmann und Christian Reinecke moderieren den Festakt.

Alfter. Die Alanus Hochschule begrüßt zu Beginn des Herbstsemesters rund 400 Studienanfänger: 280 belegen ihre Studiengänge in Alfter, 20 im Alanus Institut für Waldorfpädagogik, Inklusion und Interkulturalität in Mannheim.

Mit mehr als 400 Studienanfängern war der Große Saal des Johannishofs, der Campus I der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, zur Begrüßung der „Ersties“ komplett besetzt. Etwa 280 von ihnen werden in einem der rund 20 Studiengänge an den beiden Hochschulstandorten in Alfter studieren; 120 im Alanus Institut für Waldorfpädagogik, Inklusion und Interkulturalität in Mannheim. Moderiert wurde der Festakt von den beiden Studierenden Leonie Schwettmann und Christian Reinecke.

Mit dem am 1. September begonnenen Herbstsemester hat auch die Bildungswissenschaftlerin Monika Kil das Rektorat der Hochschule von Stefan Hasler übernommen, der nach dem Weggang des Gründungsrektors Marcelo da Veiga seit Sommer 2017 das Amt kommissarisch innehatte.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und hilft zu leben“, zitierte Kil Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ und begrüßte damit die Studierenden, die sich genauso wie sie selbst auf dem Weg befänden diese „wunderbare Hochschule, die die Kunst an erster Stelle hat“, zu entdecken. Als Professorin für Bildungswissenschaften freue sie sich auf die übergreifende Zusammenarbeit mit Fächern wie Architektur, Wirtschaft und Kunst, da hierdurch herausragende Möglichkeiten für Lehre und Forschung gegeben seien.

Neue Rektorin Monika Kil stellt sich vor

Auch Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher bezog sich in seiner Begrüßung auf das Hesse-Zitat und erinnerte sich an das „prickelnde Gefühl“ seines Studienbeginns. Er nutzte seinen Vortrag jedoch vor allem zur Darstellung der Gemeinde, die nicht jedem im Saal zuvor bekannt gewesen sein dürfte. „Alfter bildet einen kleinen Globus ab“, sagte Schumacher. Er sprach von den 24 000 Einwohnern, die in der „Rushhour“ ihres Lebens seien und von dem demografischen Wandel, der auch für die Kommune die größte Herausforderung der nächsten Jahrzehnte darstellen würde. Er freute sich, dass die mehr als 1000 Studierenden der Alanus Hochschule Alfter bereicherten.

Mit Hinblick auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz bat Schumacher die Neuankömmlinge, es ihm gleichzutun und sich mit ganzer Kraft dafür einzusetzen, „dass die Gemeinde Alfter eine offene, eine freie, eine bunte, vom demokratischen Rechtsstaat geprägte Gesellschaft ist“, und bekam dafür den ersten begeisterten Zwischenapplaus.

„Als kleine Kunsthochschule im Bonner Speckgürtel sind wir sehr froh, die Bonner Alma Mater an unserer Seite zu wissen“, sagte Kanzler Dirk Vianden.

Es sei „total wichtig“ für die Alanus-Studenten, nicht nur Vorlesungen der nur wenige Kilometer entfernten Bonner Universität besuchen zu können, sondern auch in deren Mensen zu essen, in der Universitäts- und Landesbibliothek Bücher auszuleihen oder auch die Hochschulpfarrei sowie den Psychosozialen Dienst der Bonner Uni in Anspruch nehmen zu können.