Circus-Workshop in Oedekoven

102 Kinder begeistern als Nachwuchsartisten

Eine Schwarzlicht-Show war eine der Nummern, die die Mädchen und Jungen beim Workshop einstudiert haben.

ALFTER-OEDEKOVEN. Jonglage, Einradfahren, auf dem Hochseil balancieren oder Seiltanzen, all das braucht jede Menge Mut, Übung und akrobatische Beweglichkeit. In der Manege des Circus Aladin der Zirkusfamilie Kaselowsky am evangelischen Gemeindehaus Katharina von Bora in Oedekoven traten 102 Kinder im Alter zwischen sieben und 16 Jahren in zwei Vorstellungen am Sonntag als Nachwuchsartisten auf.

Und die 250 Eltern, Großeltern, Geschwisterkinder und Freunde applaudierten ob der Künste der Nachwuchsartisten begeistert.

Seit elf Jahren bietet die Evangelische Kirchengemeinde Am Kottenforst um Pfarrer Andreas Schneider und Jugendleiterin Claudia Vantroyen in der ersten Woche der Sommerferien "Circus-Workshops" an. Von Montag bis Freitag haben die Kinder und Jugendlichen täglich mehrere Stunden am Trapez, auf dem Schleuderbrett, die Choreographie im Schwarzlicht oder das Voltigieren auf dem Pferderücken geübt. Die Ergebnisse konnten sich bei den Vorführungen am Sonntag sehen lassen.

Die Vorstellungen am Boden oder in der Luft waren eingebettet in die Geschichte "Poupou und das letzte Einhorn". Dabei geht es um notleidende Elfen, die immer schwächer werden. Tóntón hat von den heilsamen Kräften eines Einhorns gehört und macht sich mit seinen Freunden, den Zirkusdirektoren (Pascal Pretz, Tim und Niklas Körmer) sowie den kleinen Trollen (die kleinen Clowns) auf den Weg.

Die Mädchen und Jungen waren begeistert bei der Sache. So auch die zwölfjährige Pauline Nölkenhöner, die seit fünf Jahren jedes Jahr in Oedekoven dabei ist. "Die Workshops waren sehr gut". Zum dritten Mal dabei war auch die zehn Jahre alte Lina Zorgman. "Ich wähle immer den Workshop Stelzenclown. Das gefällt mir". Als jüngster Artist übte sich der sechsjährige Jonathan Berg im Seiltanzen und auf dem Schleuderbrett.

"Mir hat dabei das Rückwärtslaufen beim Seiltanzen besonders zugesagt". Vater Michael Berg, seit frühester Jugend als Hobby-Jongleur unterwegs, vermittelte seine Leidenschaft der Jonglage und des Feuerschluckens jedem, der es lernen wollte. Stolz auf die Leistung seiner Tochter Katharina zeigte sich Joachim Kader. "Ich halte so einen Zirkus-Workshop für eine sehr sinnvolle Freizeitbeschäftigung". Viele der Kinder freuen sich schon jetzt auf den Zirkus im nächsten Jahr.