Mehrere Spielhallen betroffen

Polizei klärt Raubüberfälle in der Region auf

Ein Spielautomat, aufgenommen in einer Spielhalle.

Symbolbild.

Meckenheim/Rheinbach/Remagen. Drei Spielhallen in der Region sind im Sommer überfallen worden. Die Polizei Bonn hat nun die mutmaßlichen Täter und ihr Motiv ermitteln können.

Im Juli und August hat es in Meckenheim, Rheinbach und Remagen eine Serie von Raubüberfällen in der Region gegeben. Der Polizei Bonn gelang es nun, diese Taten aufzuklären und die mutmaßlichen Täter zu ermitteln.

Wie berichtet, hatten zwei maskierte Männer am 23. Juli versucht, eine Spielhalle in Meckenheim in der Straße "Auf dem Steinbüchel" zu überfallen. Es gelang dem Personal rechtzeitig, die Eingangstür der Spielhalle zu verschließen, sodass die beiden Männer nicht in die Räume eindringen konnten. Anschließend flüchteten die Unbekannten.

Am gleichen Tag überfiel ein Mann die Spielhalle an der Straße "Kleine Heeg" in Rheinbach. Er bedrohte eine Angestellte mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld. Nachdem er dieses bekommen hatte, floh er mit seiner Beute in Richtung Bahngleise. In der Nacht zum 3. August dieses Jahres betraten zwei maskierte Männer eine Spielhalle in Remagen und bedrohten den Betreiber und seine Frau ebenfalls mit einer Pistole. Sie forderten auch hier die Herausgabe von Bargeld. Nachdem den beiden Tätern mehrfach erklärt wurde, dass man kein Geld in der Kasse habe, flüchtete das Duo ohne Beute zu Fuß in unbekannte Richtung.

Die Ermittlungen der Polizei Bonn ergaben, dass die Taten zusammenhingen, insbesondere hinsichtlich der Täterbeschreibungen. Die Polizei bekam Hinweise auf einen 21-jährigen Meckenheimer, der sich bis etwa fünf Minuten vor dem ersten Überfall in der betroffenen Spielhalle aufgehalten haben soll. Dabei stand er mit einem 19-jährigen Mann in Kontakt, der so auch in den Fokus der Ermittlungen geriet, genauso wie ein 17-jähriger Bekannter des Meckenheimers.

Am 18. September durchsuchte die Polizei die drei Wohnungen der Tatverdächtigen in Meckenheim. Dabei gestanden die Männer ihre Taten. Sie sollen die Überfälle wegen Drogenschulden begangen haben. Die Schulden hätten sie bei einem 25-jährigen Mann aus Rheinland-Pfalz sowie einem 20-jährigen Solinger. Der Mann aus Rheinland-Pfalz soll massiven Druck auf die drei Meckenheimer ausgeübt und sie zu den Raubüberfällen genötigt haben.

Gegen den 25-Jährigen Drogenhändler aus Rheinland-Pfalz ist zwischenzeitlich ein Haftbefehl erlassen und durch ein Spezialeinsatzkommando vollstreckt worden. Die Ermittlungen gegen den Solinger sowie die drei mutmaßlichen Spielhallen-Räuber halten an.