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Nach dem Debakel
Lewentz gesteht schwere Fehler wegen Nürburgring-Pleite ein
dpa
Trier. Nach der Nürburgring-Pleite hat der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) Schuld eingestanden. Die EU könne nicht der alleinige Sündenbock sein. "Die Grundfehler haben wir gemacht", sagte er in der SWR-Fernsehsendung "Zur Sache Rheinland-Pfalz!", die am Donnerstagabend ausgestrahlt wurde, wie der Sender vorab mitteilte.
"Die Fehler müssen heute auch ein Stück weit gezahlt werden, politisch, wie auch durch die Auflösung dieser Rücklage." Man hätte, so Lewentz, mit dem Geld lieber etwas anderes getan, zum Beispiel für die Polizei.
Der Minister zeigte sich erleichtert darüber, dass der Landtag eine Haushaltsrücklage von 254 Millionen Euro aktivieren konnte. "Hätte es sie nicht gegeben, hätte man einschneiden müssen in den aktuellen Haushalt", erklärte Lewentz.
Die rot-grüne Regierung darf nun einen 330-Millionen-Euro-Kredit ihrer Förderbank ISB für den Nürburgring teilweise tilgen, denn die insolvente Besitzgesellschaft kann das Darlehen nicht mehr bedienen. Die Nürburgring GmbH hatte Insolvenz beantragt, weil Pachtzahlungen der Betreiber ausblieben und die EU-Kommission eine neue Finanzspritze des Landes Rheinland-Pfalz nicht genehmigen will.
Lewentz sagte, ohne die Last von 330 Millionen Euro sei der Nürburgring jetzt viel attraktiver. Deshalb sehe er die Zukunft am Ring positiv. Der Insolvenzgeschäftsführer am Nürburgring, Thomas Schmidt, habe ausdrücklich bestätigt, dass keine Gefahr für die Arbeitsplätze am Ring bestehe.
Weitere Informationen zur Nürburgring-Pleite finden Sie im GA-Spezial.
Artikel vom 10.08.2012
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