Rennkalender 2013

Formel-1-Rennen am Nürburgring weiter fraglich

Istanbul.  Das Bangen geht weiter: Nach wie vor ist unklar, ob die Formel 1 im kommenden Jahr am Nürburgring fährt. Auch im endgültigen Rennkalender wird kein Austragungsort des Großen Preises von Deutschland genannt. Die Betreiber verhandeln weiter mit Ecclestone und zeigen Zuversicht.
Die endgültige Entscheidung über ein Formel-1-Rennen 2013 am Nürburgring ist weiter offen. Foto: DPA

Auch wenn die endgültige Entscheidung über ein Formel-1-Rennen 2013 am Nürburgring weiter offen ist, geben sich die bisherigen Pächter des Rings optimistisch. Gespräche mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone am Dienstag hätten gezeigt, dass auch er im kommenden Jahr auf der Eifelstrecke fahren wolle, sagte der Sprecher der Nürburgring Automotive GmbH (NAG), Karl-Heinz Steinkühler, am Mittwoch der dpa.

Der Internationale Automobilverband FIA hatte zuvor den Termin für das Deutschland-Rennen vom 14. auf den 7. Juli 2013 vorgezogen, aber noch keinen Austragungsort genannt. Infrage käme als Strecke neben dem insolventen Nürburgring noch der Hockenheimring.

Die Gespräche mit Ecclestone seien noch nicht abgeschlossen, sagte Steinkühler. Dies solle innerhalb eines "kleinen Zeitfensters" erfolgen. Der Sprecher der Ringsanierer, Pietro Nuvoloni, sagte der dpa, ein Rennen am Nürburgring könne nur unter bestimmten Bedingungen stattfinden.

So dürfe etwa keine Fahrergeldgebühr erhoben werden, weil dafür kein Geld vorhanden sei. Nuvoloni betonte, im jüngst zwischen Sanierern und NAG geschlossenen Vergleichsvertrag sei der NAG die Möglichkeit eingeräumt worden, mit Ecclestone zu verhandeln. Dies sei aber kein exklusives Vermarktungsrecht.

"Wenn wir den Eindruck bekommen, dass die NAG nicht weiterkommt, werden wir eigene Gespräche mit Ecclestone führen." Am Montag habe es etwa ein Telefonat mit Ecclestone gegeben, auch mit der FIA sei Kontakt aufgenommen worden. "Wir haben Ecclestone und der FIA unsere Konditionen genannt", sagte Nuvoloni.

Grundsätzlich sei die Formel 1 für das Überleben des Nürburgrings nicht unbedingt notwendig. Es hätte aber durchaus eine "Signalwirkung", wenn die "Königsklasse des Motorsports" zu Gast sei. Insofern würden auch die Sanierer alles Mögliche dafür tun, die Formel 1 in die Eifel zu bringen.

Insgesamt sind für die Formel-1-Saison im kommenden Jahr 20 Rennen geplant. Anstelle der Premiere von New Jersey, die um mindestens ein Jahr verschoben werden muss, soll am 21. Juli ein weiterer Grand Prix in Europa gefahren werden. Allerdings bedürfe dies noch der Zustimmung der betroffenen Verbände, teilte die FIA mit. Als möglicher Nachrücker wird die Türkei gehandelt. Die Formel 1 gastierte bereits von 2005 bis 2011 in der Nähe von Istanbul. Für dieses Jahr war das Rennen jedoch gestrichen worden.

Weitere Informationen zur Nürburgring-Pleite finden Sie im GA-Spezial.

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