Motorsport

Finale Verhandlungen über Formel 1 am Nürburgring

Nürburgring.  Die Rennställe, Sebastian Vettel & Co und die Motorsportfans wollen Klarheit über die Formel 1 im nächsten Jahr. Die Ex-Pächter des Rings, die verhandeln, sehen keine schwierigen Hürden mehr.
Die Rennställe, Sebastian Vettel & Co und die Motorsportfans wollen Klarheit über die Formel 1 im nächsten Jahr. Foto: dpa

Die Formel 1 wird nach Ansicht der früheren Pächter im nächsten Jahr über den Nürburgring brausen. Die Manager haben mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone die finalen Verhandlungen terminiert.

Das sagte der Sprecher der Nürburgring Automotive GmbH (NAG) für die Formel 1, Karl-Heinz Steinkühler, am Samstag der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. Sie wollten im neuen Jahr in London zusammenkommen. "Die Formel-1-Welt weiß längst, dass am 7. Juli 2013 am Nürburgring gefahren wird. Die Großsponsoren tätigen seit einigen Tagen ihre Buchungen am Ring."

Der Vertragsabschluss zieht sich seit einigen Monaten hin. Rennställe, Sebastian Vettel & Co sowie Motorsportfans warten auf Klarheit. Die Gespräche wurden überschattet von der Insolvenz der staatlichen Besitzfirma der Traditionsrennstrecke in der Eifel im Sommer.

Dazu kam ein Streit zwischen Rheinland-Pfalz und den privaten Pächtern und Betreibern, denen das Land wegen ausstehender Pacht im Februar kündigte. Nach der Insolvenz einigten sich Ex-Pächter und Sanierer: Die NAG gab Betrieb und Immobilien zurück, verhandelt aber für die Formel 1 und soll sie auch managen.

Mittlerweile ist auch endgültig klar, dass das Weihnachtsgeschäft verloren ist. Der Automobilverband FIA hat längst seinen Rennkalender für 2013 veröffentlicht. Das Deutschland-Rennen ist darin für den 7. Juli geplant, aber der Ort noch offengelassen. Im Gespräch war deshalb auch der badische Hockenheimring.

Die frühere SPD-Alleinregierung hatte am Nürburgring vor einigen Jahren für 330 Millionen Euro einen riesigen Freizeitpark bauen lassen. Dorthin kommen aber weniger Besucher als erwartet. Die Privatfinanzierung war 2009 gescheitert.

Weitere Informationen zur Nürburgring-Pleite finden Sie im GA-Spezial.

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