Geplanter Aggua-Umbau

Troisdorfer sammeln 8400 Stimmen für Bürgerbegehren

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens und ihre Unterstützer mit den Unterschriften vor dem Troisdorf Rathaus.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens und ihre Unterstützer mit den Unterschriften vor dem Troisdorf Rathaus.

Troisdorf. Aktionsbündnis „Aggerfreibad retten“ übergibt Unterschriften an Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski. Der Stadtrat entscheidet im Mai über das Begehren.

Die vom Aufsichtsrat der TroiKomm im März 2018 beschlossene Modernisierung des Aggua-Bades könnte ins Stocken geraten. Die Bürgerinitiative „Aggerfreibad retten“ hatte die wahlberechtigten Troisdorfer Bürger aufgerufen, sich gegen den Abriss des 50-Meter-Schwimmbeckens sowie des Sprungturms und des Sprungbeckens zu wehren. Da der Aufsichtsrat an seinem Beschluss festhielt, starteten Stefan Eich, Susanne Meinel und Luise Knobloch ein Bürgerbegehren, das nach Aussage der Initiatoren mehr als erfolgreich war.

„Wir hatten mit 4000 Unterschriften gerechnet, aber das es über 8400 geworden sind, hat uns überwältigt“, so Susanne Meinel am Montag vor dem Troisdorfer Rathaus. Mit einem Wäschekorb voller Aktenordner marschierte das Trio, begleitet von etlichen Unterstützern, dann in den Ratssaal, wo sie zur Übergabe der Unterschriften von Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski und Dezernent Heinz Eschbach empfangen wurden.

Wenig erfreut zeigte sich Bürgermeister Jablonski und verteidigte den Umbau mit dem Hinweis auf ein jährliches Defizit im sechsstelligen Bereich. „Das Freibad ist ein Zuschussgeschäft, und wir wollen Troisdorf zukunftsfähig machen.“ Sieghard Planten, Leiter der DLRG Ortsgruppe, fragte darauf hin, was denn die Ausbildung von jährlich 200 Kindern, Feuerwehr- und Polizeiangehörigen, Strömungsrettern, Tauchern sowie Lehrern wert sei. „Wir bilden das ganze Jahr über aus, und in den Sommermonaten legen hier alle ihre Prüfungen ab. Dazu brauchen wir die Becken und den Sprungturm, um hier die vorgeschriebenen Leistungskriterien abnehmen zu können“, so ein erzürnter Ortsgruppenleiter.

Jablonski sagte, dass sich der Rat, nach der Überprüfung der eingereichten Unterschriften, mit der Thematik beschäftigen werde. „Darüber Entscheidungen zu treffen, ist Aufgabe der Politik. Wir werden uns in der Ratssitzung am 7. Mai 2019 mit dem Thema auf politischer Ebene auseinandersetzen“, so Jablonski.