Badegäste bringen Ideen ein

Troisdorfer Aggua wird für mehrere Millionen Euro saniert

Mehr Spaß im Aggua: Der Entwurf zeigt, wie sich die Planer das umgebaute Freizeitbad künftig vorstellen.

Mehr Spaß im Aggua: Der Entwurf zeigt, wie sich die Planer das umgebaute Freizeitbad künftig vorstellen.

Troisdorf. Der Außenbereich des Troisdorfer Aggua soll für 4,2 Millionen Euro komplett saniert werden. Beim Umbau zielt die Betreiberfirma vor allem auf die Freizeitgestaltung von Familien und Kindern ab.

Es sind große Pläne, die die Aggua Troisdorf GmbH verwirklichen will. Das Bad an der Agger ist in die Jahre gekommen und soll im Außenbereich komplett saniert und für die Zukunft gerüstet werden, erklärt Geschäftsführer Martin Roth. Da ist von einem Pooldeck die Rede – dabei steht ein Becken auf Stelzen –, jahreszeitlich verlängerten Schwimmzeiten und vieles mehr. Was noch entstehen könnte, wird noch ermittelt, und zwar durch eine Befragung der Schwimmbadnutzer. Auch am heutigen Samstag zwischen 11 und 17 Uhr haben Bürger noch einmal die Gelegenheit, ihre Ideen im Aggua zu äußern. Was am Ende realisiert wird, wisse man bei der hundertprozentigen Tochter der TroiKomm, der Stadtwerkeholding, indes noch nicht. Nur so viel, sagt Roth, dass ganz gezielt auf die Freizeitgestaltung insbesondere von Familien und Kindern gesetzt werde.

Das spiegele sich auch schon in den bis jetzt geführten Gesprächen wider. Um die 500 Personen, darunter auch viele Großeltern, hätten sich im Aggua zu langen und intensiven Gesprächen eingefunden. Viele von ihnen besäßen einen regelrechten Aggua-Lebenslauf. Denn schon die heutigen Großeltern hätten das Bad als Kinder genutzt. „Wir müssen schauen, was bei den Befragungen herauskommt und was umsetzbar ist“, sagt Roth weiter. Jedenfalls bleibe das Motto „baden, schwimmen, spielen“. 4,2 Millionen Euro sollen dafür investiert werden.

Hallenbad soll auch bei schönem Wetter weiterhin öffnen

Zum Aggua gehört auch ein Hallenbad mit einem Sportbecken mit den Maßen 25 mal zwölf Meter. Das wird überwiegend von den sogenannten Frühschwimmern genutzt, dazu kommt das Schul- und Vereinsschwimmen. „Da ändert sich gar nichts, und das Hallenbad bleibt auch bei schönem Wetter geöffnet“, beruhigt Roth all diejenigen, die ihre Schwimmgewohnheiten bereits baden gehen gesehen hatten. Das hatte bereits vor Bekanntwerden genauerer Pläne in der Aggerstadt für Unruhe gesorgt. Die SPD-Fraktion im Stadtrat wollte das Freibad sogar wieder in die Verantwortung der Stadt zurückholen. „Dann müsste aber die Stadt auch die immensen Verluste des Aggua wieder aus dem ohnehin belasteten Haushalt ausgleichen“, kontert CDU-Fraktionschef Alexander Biber.

Eine Marktanalyse aus dem vergangenen Jahr habe gezeigt, dass die zurückgehenden Besucherzahlen des Aggua unter anderem auf ein verändertes Freizeitverhalten zurückzuführen seien. Daher müsse das Außengelände entsprechend umgestaltet werden, was für ein Bad in einem Landschaftsschutzgebiet eine besondere Herausforderung darstelle. So bot es sich an, ein neues Schwimmbecken eben auf der Ebene des Hallenbeckens auf Stelzen zu setzen, und die Wasseraufbereitung dem neuesten technischen Stand anzupassen. „Damit können und werden wir das Wasser erwärmen und einen Schwimmbetrieb von Ostern bis Oktober in dem 25-Meter-Becken mit vier Bahnen anbieten“, freut sich Roth.

Außerdem gebe es bei Agger-Hochwasser und Überschwemmung des Außengeländes keine Probleme. An das pflegeleichte Edelstahlbecken komme dann auch noch ein separater Kinderbereich für zwei- bis dreijährige Kinder sowie ein sogenannter Entspannungsbereich mit Wassersprudlern und Nackenschwallern. Um das Becken herum sollen terrassiert Liegeflächen entstehen, ähnlich einem Amphitheater. Von dort hätten die Aggua-Gäste dann einen schönen Blick ins Grüne. Wie letztlich die Liegewiese gestaltet wird, hänge nun von der Bürgerbefragung ab, sagt Roth weiter. Wobei immer zu berücksichtigen sei, dass das Außengelände im Landschaftsschutzgebiet liege und unter den Aspekten der Nachhaltigkeit im Biotop- und Artenschutz geplant werden müsse. Ein entsprechendes Gutachten ist bereits beauftragt worden.

Die Eintrittspreise sollen möglichst unverändert bleiben, sagte Biber auf Nachfrage, wobei auch denkbar sei, die Nutzung der Liegewiese ohne Schwimmen nochmals günstiger anzubieten.