Kölsche Musik

So rockte Troisdorf das Rheinbrand-Festival

Die Bläck Fööss begeistern die Menschenmenge auf dem Troisdorfer Open-Air-Platz mit alten und neuen Liedern.

Die Bläck Fööss begeistern die Menschenmenge auf dem Troisdorfer Open-Air-Platz mit alten und neuen Liedern.

Troisdorf. Tausende feiern beim dritten Rheinbrand-Festival auf dem Open-Air-Platz vor der Troisdorfer Stadthalle mit. Kasalla müssen dieses Mal nicht ins Parkhaus ausweichen.

„Hält das Wetter?“ – diese Frage stellten sich wohl viele in der Menschenmenge auf dem Vorplatz der Troisdorfer Stadthalle. Sonne, aber auch starker Wind begleiteten am Samstagnachmittag den Auftakt des nunmehr dritten Rheinbrand-Festivals. Das hielt die Musikfans jedoch nicht davon ab, bereits mehrere Stunden vor dem Einlass vor dem Open-Air-Gelände zu warten. „Die Ersten haben bereits um 10 Uhr heute früh angestanden“, wusste Veranstalter Stefan Wolter zu berichten. Um 13 Uhr sei es dann im Laufschritt gen Bühne gegangen, um sich die besten Plätze für die nächsten Stunden mit den Stars der kölschen Szene zu sichern.

Wie gut sich das Festival in seinem dritten Jahr etabliert hat, zeigen die 4000 Karten die im Vorverkauf flugs verkauft waren. Das Programm versprach erneut besondere kölsche Highlights: Mit dabei waren Stadtrand, Miljö, Cat Ballou, Kasalla und die Bläck Fööss. Zum ersten Mal traten auch die Räuber auf – und gaben direkt den Eisbrecher. Mit Hits wie „Wenn et Trömmelche jeht“ und „Op dem Maat“ heizten sie den Besuchern ein. Bereits am frühen Nachmittag herrschte Partystimmung auf dem Festgelände. Das Publikum war bunt gemischt. Von Familien mit kleinen Kindern, über Junggesellinnenabschiede bis hin zu Besuchern im „besten Alter“ feierten alle friedlich zusammen. Eben dieser Mix macht das Rheinbrand Festival zu etwas Besonderem.

Festival für die ganze Familie

„Die großzügige Fläche bietet auch einmal Platz zum Hinsetzen“, sagte Stefan Wolter. „Das ist vor allem für die älteren Besucher sehr angenehm. Es ist ein Fest für die gesamte Familie.“ Für die ganz kleinen Besucher gab es zusätzlich ein buntes Rahmenprogramm mit Hüpfburg und Co. Einige Gäste hatten es sich mit Picknick-Decke und Kissen sehr gemütlich gemacht. An diversen Verpflegungsstände gab es nicht nur die traditionelle Grillwurst mit Pommes. Von Flammlachs über Falafel bis hin zu süßen Leckereien gab es ein großes kulinarisches Angebot.

Die große Frage blieb aber: Würde das Wetter auch bis zum Ende halten? Vielen war der Starkregen beim ersten Rheinbrand-Festival wohl noch in guter Erinnerung. Wie berichtet, hatten sich damals die Zuschauer zusammen mit der Band Kasalla kurzerhand ins Parkhaus gerettet. Die Musiker spielten dort einfach weiter und feierten mit ihren Fans. Das blieb ihnen dieses Mal erspart. Das Wetter hielt. Die Kölschrocker von Kasalla konnten auf der Bühne bleiben und dort den musikalischen Abschluss des Abends gestalten. Auch der kurze Regenschauer, der etwa 15 Minuten vor Schluss einsetzte, störte sie dabei nicht – Kasalla und ihre Fans feierten einfach weiter.