Busnetz in Troisdorf

Mehr Fahrten ab Sonntag

TROISDORF. Die Buskunden in der Aggerstadt können sich freuen: Ab Sonntag, 14. Dezember, wird ein neues Busnetz an den Start gehen.

Es gibt mehr Fahrten an Wochentagen, neu ist der konsequente 20-Minuten-Takt, an Wochenenden werden mehr Fahrten angeboten, samstags fahren die Busse im 30-Minuten-Takt, sonn- und feiertags mindestens stündlich. Hinzu kommt noch der gegenwärtige Umbau von 120 Troisdorfer Bushaltestellen, die behindertengerecht und optimal gestaltet werden. Informationen über das neue Busnetz Troisdorf erhält man anhand von drei Flyern zu den betroffenen Stadtteilen, die in der Stadt verteilt werden.

Die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG) richtet bis zum 19. Dezember eine Hotline ein: Telefon 02241/499777. Fragen per E-Mail kann man an busnetz-troisdorf@rhein-sieg-kreis.de senden. Die Stadt hat eine eigene Webseite unter www.verkehr-troisdorf.de eingerichtet.

Kreis, Stadt Troisdorf und RSVG haben auch die Bedürfnisse der Bahnfahrer ins Visier genommen: Mit den neuen Fahrplänen und Abfahrtzeiten sind die Anbindungen an das S-Bahnnetz so verbessert worden, dass die Busnutzer ohne Probleme ihre Anschlusszüge bekommen sollen.

Einziger Wermutstropfen: Der Schnellbus Niederkassel-Bonn wird vorerst nicht in Bergheim halten, was unter anderem mit Kapazitäten und Tarifgebieten zu tun hat. Und Bürger aus dem Troisdorfer Stadtteil Altenrath müssen nach wie vor über den Altenforst zum Bahnhof fahren. Allerdings steht eine direktere Verbindung bereits als Prüfauftrag an. Die Busse fahren zu 15 Prozent mehr.

"Diese grundlegende Verbesserung des Busnetzes ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit von Rhein-Sieg-Kreis, Stadt Troisdorf und Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft RSVG. Damit wird der öffentliche Nahverkehr in unserer Stadt noch attraktiver, schneller und besser nutzbar für die Fahrgäste", lobte Troisdorfs Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski den neuen Streckenplan.

Den hat Christoph Groneck vom Planungsamt des Rhein-Sieg-Kreises in zwei Jahren Detailarbeit erstellt. "In anderen Regionen wird der ÖPNV eingeschränkt, hier geschieht das Gegenteil. Das wird sicher mehr Kunden in die Busse locken und damit die Mehrkosten auch auffangen", erklärte RSVG-Geschäftsführer Michael Reinhardt.

Für die Fahrgäste wird der Fahrplanwechsel zunächst eine Umstellung sein, weil ab 14. Dezember nahezu alle Buslinien auf Teilstrecken verändert sein werden. Nur die Linie 501 bleibt unverändert. Neue Streckenführungen haben die Linien 503, 504, 505, 506 im Zentrum, 507 und 508.

Neue Haltestellen wurden auch in den Gewerbegebieten Camp Spich und Airport Gewerbepark Junkersring installiert. Montags bis freitags fahren die Busse im 20-Minuten-Takt, man hat also drei Fahrmöglichkeiten in der Stunde. Mehr Fahrten führen auch nach Friedrich-Wilhelms-Hütte und Altenrath. Das Anruf-Sammeltaxi entfällt.