Feuerwehreinsatz verhindert Schlimmeres

600 Liter Salzsäure in Troisdorf ausgelaufen

TROISDORF. Die Feuerwehr ist am späten Mittwochabend zu einem Einsatz Troisdorf-Spich ausgerückt. Ein Anteil der rund 600 Liter Salzsäure ist auch in die Kanalisation gelaufen, konnte aber rechtzeitig aufgefangen werden. Die weitere Entsorgung wird aktuell geprüft.

Ausgelaufene Salzsäure auf dem Hof eines Betriebs für Oberflächenveredelung im Dachsweg in Troisdorf-Spich hat am späten Mittwochabend die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Zwei übereinander gestapelte Gitterboxen, in denen IBC-Kunststoffbehälter mit insgesamt 2000 Liter 31-prozentiger Salzsäure untergebracht waren, waren bei Rangierarbeiten von einem Gabelstapler gefallen und zum Teil ausgelaufen.

Feuerwehr und Polizei sperrten den Bereich großräumig ab. Einsatzkräfte in Schutzanzügen untersuchten die umgekippten Boxen und spritzten Wasser auf die ausgelaufene Säure, um mögliche Dämpfe herabzudrücken. "Wir haben die Behälter wieder aufgerichtet, rund 600 Liter Salzsäure waren da aber schon ausgelaufen", so Einsatzleiter Stefan Gandelau von der Feuerwehr Troisdorf vor Ort. Die ausgelaufene Salzsäure lief in die Kanalisation. Rund 105 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bis nach Mitternacht vor Ort, verletzt wurde niemand.

Für die Bevölkerung besteht laut Aussage der Feuerwehr Troisdorf auf Nachfrage des GA am Donnerstagmorgen keine Gefahr. Da der Betrieb den Austritt der Säure sofort dem Klärwerk meldete, konnte der Kanal rechtzeitig abgeschottet werden, so dass das belastete Abwasser nicht weiter in die Kanalisation abgeflossen ist. Die Säure wurde in ein betriebseigenes geschlossenes Rohrsystem (Pumpwerk) geleitet. Wie mit dem dortigen säurehaltige Abwasser weiter verfahren wird, werde jetzt mit dem zuständigen Kläranlagenbetreiber und der Bezirksregierung in Köln in den kommenden Tagen abgestimmt.

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