Schüsse in Troisdorf

52-Jähriger wird dem Haftrichter vorgeführt

Mindestens 75 Schüsse hatte der Mann in Troisdorf am Sonntagnachmittag abgefeuert.

Bonn/Troisdorf. Der 52-jährige Tatverdächtige, der am Sonntag nach der Abgabe von Schüssen auf ein Wohnhaus festgenommen wurde, wird am Montagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt.

Am Sonntagmittag hatte der Verdächtige laut Polizeibericht aus mehreren Handfeuerwaffen auf die Front eines Mehrfamilienhauses, ein Garagentor und ein abgestelltes Auto mindestens 75  Schüsse aus zwei Pistolen und einem Revolver abgegeben. Anwohner hatten sofort die Polizei informiert. Der 52-Jährige wurde widerstandslos festgenommen.

Eine Bonner Mordkommission übernahm in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand befanden sich zur Tatzeit fünf Personen in dem Mehrfamilienhaus, darunter auch die Tochter seiner ehemaligen Lebensgefährtin. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Zwischen dem 52-Jährigen und seiner ehemaligen Lebensgefährtin bestand seit geraumer Zeit ein Streit wegen der Nutzungsrechte der von ihr bewohnten Wohnung. Im Zuge dieser Auseinandersetzung war es im Oktober 2011 zu einer Körperverletzung gekommen, in dessen Verlauf die Frau durch den Tatverdächtigen verletzt worden war. Für ihn bestand ein gerichtliches Annäherungsverbot.

In seiner Vernehmung erklärte der Festgenommene, dass er die Pistolen und den Revolver illegal erworben habe. In seinem Auto fanden die Ermittler eine nicht funktionsfähige Handgranate. Der 52-jährige wird auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes in zwei Fällen und Verstoßes gegen das Waffengesetz dem Haftrichter vorgeführt.