Aufräumarbeiten haben begonnen

Ursache für Siegburger Großbrand weiter unklar

Gutachter haben am Dienstag die vom Brand zerstörten Häuser zum Betreten freigegeben.

Gutachter haben am Dienstag die vom Brand zerstörten Häuser zum Betreten freigegeben.

Siegburg. Eine Woche nach dem Großbrand in Siegburg sucht die Polizei weiter nach der Brandursache. Inzwischen haben die Aufräumarbeiten an den Brandruinen begonnen.

Die Beamten der Kreispolizei suchen weiter nach der Brandursache in Siegburg-Brückberg. An den zerstörten Häusern in Siegburg haben derweil die Aufräumarbeiten begonnen. Baufirmen haben zunächst weitere Sicherungsmaßnahmen vorgenommen. Dazu zählt die Abdeckung der Häuser zum Schutz vor Regen und zur Einbruchsicherung, wie Jan Gerull, Sprecher der Stadt Siegburg, berichtet. Zuvor hätten Gutachter die Wohnhäuser bis auf die von den Flammen zerstörten Dachgeschosse zum Betreten freigegeben. Gemeinsam mit Experten des Rhein-Sieg-Kreis habe die Stadtverwaltung anschließend die Entsorgung der teils verkohlten Überreste geregelt. "Nicht alles darf in den normalen Müll wandern", so Gerull.

Eine Woche nach dem größten Einsatz der Siegburger Feuerwehr in der jüngsten Geschichte der Stadt beschäftigt das Feuer auch noch Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg. "Eines ist klar geworden: Die Vorbereitung auf solche Großlagen ist unverzichtbar"", so Engstenberg. Großübungen wie zum Beispiel "Sturzflut 2017", bei der im vergangenen Jahr rund 600 Einsatzkräfte den Ernstfall probten, zahlten sich aus. "Wir haben grundsätzlich alle Einsatzziele erreicht, vor allem Menschenleben gerettet." Zudem sei es gelungen, umstehende Häuser zu halten und so eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. In Einsatzbesprechungen mit den Wehrleitungen in den nächsten Tagen erhoffe sich der Kreisbrandmeister weitere Erkenntnisse.

Für die Betroffenen des Brandes hat die Stadt am Dienstag ein schwarzes Brett im Rathaus eingerichtet. Dort finden die Opfer einen Überblick über die Vielzahl an Angeboten, die über das Bürgertelefon bei der Stadt aufliefen. Neben materieller und finanzieller Hilfe gibt es viele Dienstleistungsofferten, teilte die Stadt mit. Ob Finanzberatung, Arbeitsstunden von Dachdeckern oder auch Unterstützung beim Transport oder Tragen.

Unterdessen habe die Stadt vom Spendenkonto die ersten Soforthilfen an die Betroffenen ausgezahlt. In der ehemaligen Schule im Haufeld haben die Helfer der Initiative "Lohmar hilft" damit begonnen, die bei der Sammelaktion zahlreich eingegangenen Sachspenden zu sortieren und ins Lager nach Troisdorf abzutransportieren. Dort soll in den kommenden Tagen alles vorbereitet werden, damit die Betroffenen ihren Bedarf für die kommende Zeit decken können.