Feuerwehr bewässert Bahndämme Ursache für Brand in Siegburg wird womöglich nie geklärt

Siegburg. Die Ursache des Großbrands in Siegburg vor zwei Wochen bleibt möglicherweise ungeklärt, vermuten Ermittler. Die Feuerwehr bewässert derweil die Hänge am Bahndamm, um weiteren Bränden vorzubeugen.

Weiterhin ungeklärt ist die Ursache des Großbrands in Siegburg-Brückberg, bei dem am 7. August sieben Häuser auf dem Brückberg zerstört worden sind. Das teilte Polizeisprecher Georg Küpper am Montag auf Anfrage mit. „Die Auswertung der Spuren ist noch nicht abgeschlossen.“

Ein kleiner Böschungsbrand an der Bahnlinie hatte sich bei extremer Trockenheit, Dauer-Hitze und Wind schnell ausgebreitet. Das Feuer griff binnen Minuten auf eine Böschung und die Häuser über. Aus Ermittlerkreisen erfuhr der GA, dass die Ursache womöglich nie geklärt wird. Bislang wurden eine weggeworfene Zigarettenkippe, eine Glasscherbe und Funkenflug durch die Bahn als mögliche Auslöser genannt. Die Deutsche Bahn hat die abgebrannte Böschung zwischen den Gleisen und den Wohnhäusern inzwischen gerodet. Die Feuerwehr bewässerte die Hänge am Bahndamm. Die Häckselreste, Äste und Stämme seien wegen der anhaltenden Trockenheit leicht entzündlich, erklärte die Stadt Siegburg zu der Vorsichtsmaßnahme.

Der Brand löste eine Welle der Solidarität aus. Daran beteiligt sich auch der renommierte Siegburger Aktionskünstler Hermann-Josef Hack, der mit Künstlerkollegen in der Nachbarschaft arbeitet. Beim Tag des offenen Ateliers am Trerichsweiher (8. und 9. September) können sich die vom Brand Betroffenen Kunstwerke aussuchen. Hack: "Wir bieten den betroffenen Familien an, sich bei uns je eine Arbeit auszusuchen, um damit ihre neuen Wohnräume zu gestalten.“ Unter dem Motto "wohnraumtauglich" werden anlässlich der offenen Ateliers besonders Arbeiten angeboten, die aufgrund ihrer Formate auch für die Nutzung in den heimischen vier Wänden geeignet und erschwinglich sind.

Hack zeigte sich über den Brand schockiert. „Es zeigt, dass der Klimawandel mit seinen Folgen unter uns angekommen ist. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen.“

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