Druckprobleme beim Tauchen

Taucher im Oktopus-Bad in Siegburg verunglückt

Der Tauchturm gehört zu den Attraktionen des Siegburger Oktopus.

Siegburg. Am Samstag kam es im Tauchturm des Oktopus-Bades in Siegburg zu einem schweren Tauchunfall. Ein Taucher hatte Druckprobleme bekommen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Dekompressionskammer nach Aachen.

Ein Mann ist am vergangenen Samstagnachmittag während seiner Tauchgänge im Tauchturm des Siegburger Oktopus-Bades schwer verletzt worden. Vermutlich hatte er die Pausenzeiten, die bei mehreren Tauchgängen erforderlich sind, nicht eingehalten, teilte der Leiter der Rettungsleitstelle Siegburg, Martin Bertram, auf Anfrage mit. Ohne die Einhaltung der Pausenzeiten bindet sich mehr Stickstoff im Körper, als ausgeatmet werden kann. Dadurch kommt es zu Druckproblemen, die zu einer Dekompressionskrankheit führen können.

Als der Notruf bei der Rettungsleitstelle einging, waren zufällig zwei Mitarbeiter im Einsatz, die in ihrer Freizeit tauchen, erklärte Bertram. Sie wussten daher sofort, wie in einem solchen Notfall reagiert werden muss. Die Rettungskräfte forderten einen Rettungshubschrauber an, mit dem der Taucher in eine Dekompressionskammer nach Aachen geflogen wurde.

Eine Dekompressionskammer ist ein luftdichter, druckfester Behälter, in dem der Umgebungsdruck kontrolliert gesteigert und gesenkt werden kann. So kann eine Dekompressionskrankheit, unter der auch der Taucher in Siegburg litt, behandelt werden.