Fast 270 Hektar erschließbar

Stadt Bonn sucht nach Gewerbeflächen in der Region

Das Gewerbegebiet in Troisdorf-Spich ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Das Gewerbegebiet in Troisdorf-Spich ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Siegburg. Die Nachfrage nach Gewerbegebieten in der Region ist groß. Um ihr zu begegnen, könnte die Stadt Bonn dazu fast 270 Hektar Fläche erschließen - jedenfalls auf dem Papier.

Um der großen Nachfrage nach Gewerbegebieten in der Region zu begegnen, könnten die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis in den nächsten Jahren theoretisch bis zu 268 Hektar Fläche erschließen. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das das Stadt- und Regionalplanungsbüro Dr. Jansen im Auftrag der Bundesstadt und des Kreises für das erste gemeinsame „Gewerbeflächenkonzept 2035 „ erstellt hat. Tastsächlich dürfte die Fläche  allerdings sehr viel kleiner sein.

Dominik Geyer vom Planungsbüro Dr. Jansen präsentierte am Dienstag das Gutachten gemeinsam mit Landrat Sebastian Schuster und Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Regierungspräsidentin Gisela Walsken sowie Stefan Raetz, Sprecher der Bürgermeister im Kreis.

Der Gutachter hat insgesamt 51 sogenannte Suchräume ermittelt, die grundsätzlich suchenden Betrieben mit Hilfe der interkommunalen Kooperation zur Verfügung gestellt werden könnten. Geyer wies allerdings daraufhin, dass es sich dabei lediglich um einen theoretischen Wert handele. Denn die Entscheidung, ob eine Fläche tatsächlich zum Gewerbegebiet entwickelt werde, liege letztlich in der Entscheidungsgewalt der jeweiligen Kommune.

Das tatsächliche Angebot an möglichen Gewerbeflächen dürfte demnach deutlich niedriger ausfallen. Vor allem die Stadt Bonn sucht händeringend nach möglichen Industrie- und Gewerbestandorten. Einem Bedarf von insgesamt 253 Hektar stehen dort Flächenreserven von lediglich 36 Hektar gegenüber. Bislang legten die Bundesstadt und der Rhein-Sieg-Kreis stets separate Gewerbeflächenkonzepte vor. Erstmals erarbeiten die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis einen gemeinsamen Flächenplan. Im Regionalplan 2035 der Bezirksregierung Köln können Stadt und Kreis so einen gemeinsamen „regionalen Bedarf anmelden.