Serie "Ich sehe was, was du nicht siehst..."

So sieht die Wahnbachtalsperre von innen aus

Nun geht es jedoch ins Innere des Staudamms, dem sogenannten Kontrollgang, ganz tief nach unten. Hier haben sonst nur die Mitarbeiter des Wahnbachtalsperrenverband (WTV) Zutritt.

Im Innern der Wahnbachtalsperre.

Siegburg. In unserer Serie "Ich sehe was, was du nicht siehst..." nehmen wir Leser mit an Orte, an die sie sonst nicht kommen. Diesmal gewährt die Wahnbachtalsperre einen Blick hinter die Kulissen.

Idyllisch, umgeben von Bäumen und Natur liegt der Stausee hinter der Wahnbachtalsperre. Das Wasser, was sich hier staut, landet früher oder später in unseren Wasserhähnen. Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und der Kreis Ahrweiler bekommen Trinkwasser aus der Wahnbachtalsperre.

Diese wurde von 1955 bis 1957 gebaut und fasst einen maximalen Stauinhalt von rund 41 Millionen Kubikmetern. Hier können bis zu 28 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich für das Trinkwasser entnommen werden. Der Stausee in Siegburg wird überwiegend durch den Wahnbach mit seinen Zuläufen, unter anderem dem Wendbach, gespeist.

Im 52,5 Meter hohen Staudamm der Wahnbachtalsperre liegt einiges verborgen, was sonst nur die Mitarbeiter zu Gesicht bekommen. Über 200 Stufen führen ins Innere, tief in den Staudamm hinein. Im Treppentunnel ist es feucht und es wird immer kälter. Die Temperatur im Inneren des Staudamms beträgt ganz unten nur noch fünf bis acht Grad. Im Treppenhaus sind einige Messgeräte angebracht. Sie messen den Wasserdruck und ob sich die Staumauer dadurch verschiebt oder neigt.

Das Kreuzungsbauwerk ist das Zentrum des Staudamms. Hier liegen circa 45 Meter Wasser und mehrere Meter Beton über einem. Zwei lange Rohre verlaufen hier parallel einen langen Gang entlang. Hier wird das Wasser vom Stausee in die Wasseraufbereitungsanlage oder in den Wahnbach geleitet. Außerdem befinden sich im Kreuzungsbauwerk sogenannten Rohrbrucharmaturen. Im Falle eines Rohrbruchs schließen hier automatisch Klappen innerhalb der Rohre, um das Wasser zu stoppen und zu verhindern, dass es in das Stauwerk eindringt und es beschädigt.

Folgt man den Rohren so kommt man an deren Ende und aus dem Staudamm wieder heraus. Hier beginnt das Betriebsgelände des Wahnbachtalsperrenverbands.

Die Serie "Ich sehe was, was du nicht siehst..." gewährt Lesern Eindrücke von Orten, an die sie sonst nicht kommen. In der dritten Folge geht es in die Wahnbachtalsperre in Siegburg.