Ungetrübter Genuss

So gut ist das Eis im Rhein-Sieg-Kreis

Lecker: der sechsjährige Lennox schleckt genüßlich sein Eis in einer Siegburger Eisdiele.

Lecker: der sechsjährige Lennox schleckt genüßlich sein Eis in einer Siegburger Eisdiele.

Rhein-Sieg-Kreis. Kontrolleure des Lebensmittelüberwachungsamtes des Rhein-Sieg-Kreises haben 128 Betriebe unter die Lupe genommen. Fazit: In keiner Probe wurden krankmachende Keime gefunden.

Spaghetti-Eis in der Waffel? Wieso nicht? Der sechsjährige Lennox genießt es jedenfalls. Seine Eltern Teresa Hubach, 34, und Andreas Witt, 42, schätzen Eiscreme ebenso – und kommen dafür extra aus Bonn nach Siegburg. Welche Eissorte am besten schmeckt, das ist Geschmackssache. Anders ist es indes mit der Qualität von Speiseeis. Und die ist im Rhein-Sieg-Kreis außerordentlich gut. Das haben jedenfalls die Fachleute vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Sieg-Kreises den 55 Herstellerbetrieben und 112 Eisdielen, Cafés und Milchbars bescheinigt.

Die Lebensmittelkontrolleure der Abteilung Verbraucherschutz untersuchen bei solchen Überprüfungen sowohl die Einhaltung der Hygienevorschriften bei den ansässigen Herstellern und Abgabestellen als auch die Qualität des Speiseeises. „Denn Eis ist ein sensibles Lebensmittel und wird daher regelmäßig auf Krankheitserreger und Schmutzkeime untersucht, die die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen könnten“, sagt Sigrid Brendgen, Leiterin der Abteilung Verbraucherschutz.

Bei der Kontrolle der Hersteller stehen gerade auch kleinere handwerkliche Betriebe im Mittelpunkt. Dieses Jahr wurden bereits 128 Betriebe kontrolliert und 63 Proben zur Untersuchung in die Untersuchungsinstitute gebracht. „Erfreulicherweise wurden bisher in keiner Probe krankmachende Keime gefunden“, sagt Brendgen. „Fazit: In der Region wird Eis produziert, das den Verbraucherinnen und Verbrauchern einen ungetrübten Genuss beschert.“ Was man für gutes Eis braucht? Bejan Georgian Cotolin, 23, muss nicht lange darüber nachdenken. „Leidenschaft“, sagt der junge Rumäne, der in Italien sein Handwerk gelernt und es jetzt im Eiscafé San Remo anwendet. Seine persönliche Lieblingseissorte ist Erdbeer.

Kinderbueno als Eiscreme, das schätzt Egzon. Der 24-Jährige aus dem Kosovo lernte das Eismachen von seinem Onkel in Italien. Vanille, Schoko und Nuss sind der Renner im Eiscafé Florenz, „Kinder stehen vor allem auf Engelblau“, sagt er und schmunzelt. „Das schmeckt wie Kaugummi.“

„Cremig und frisch muss das Eis sein“, sagt Theo, 28, bestimmt. Das Eiscafé Teatro am Siegburger Markt stellt seine süßen Speisen jeden Tag neu her. „Eis vom Vortag kommt bei uns nicht in die Vitrine“, sagt Theo. Wie viele andere Eissalons bietet auch Teatro immer wieder neue Geschmacksrichtungen an. Dieses Jahr kamen Käsekuchen und Brownie hinzu. Lennox hat für diese Sorten keinen Blick übrig. Er bleibt bei Vanille mit roter Soße.