Motto "Love Rosé"

Siegburger Weinfest läuft noch bis Sonntag

Siegburg. Das 13. Siegburger Weinfest widmet sich in diesem Jahr dem Roséwein. Landrat Sebastian Schuster hat seine Wette gegen die Stadt am Donnerstag verloren. Die Prinzenpaare der vergangenen Jahrzehnte hatten dabei geholfen.

Wetten sind eine gute Sache: Sie erzeugen Spannung und generieren Gewinner und Verlierer. Letzterer war im Fall des Siegburger Weinfests Sebastian Schuster. "Ich bekenne mich als geschlagen", gab der Landrat vor versammelter Mannschaft auf der Bühne zu. Denn Bürgermeister Franz Huhn hatte es geschafft: Er hatte aus jedem Bestehensjahrzehnt des Rhein-Sieg-Kreises, angefangen mit den 70er Jahren, ein Siegburger Prinzenpaar versammelt und zusammen mit ihnen einen Karnevalsklassiker angestimmt. Dabei gehörte der Landrat selbst dazu, hatten er und seine Frau Margret doch 2016 die Narrenschar als Tollitätenpaar angeführt.

Doch auch ohne ihn hätte es der Bürgermeister geschafft, denn er hatte mit Daniel und Pia Kurenbach das Prinzenpaar aus 2017 zum Mitwirken animieren können. Und auch das amtierende Prinzenpaar, Dirk Wintrich und Jenny Stangier, war mit von der Partie bei der Wette, die der Landrat im Rahmen des 50. Geburtstags des Rhein-Sieg-Kreises in jeder Kommune durchführt.

"Herbert Bosbach war mein Problem, aber er hat gesagt, er nimmt jeden Tag ein Aspirin, dann schafft er das", hatte Huhn im Vorfeld mit Blick auf das Prinzenpaar von 1971, Herbert und Ruth Bosbach, gesagt. Die 80er Jahre vertraten Peter und Waltraud Stöcker (1980), denn Wolfgang und Karin Overath (1985) waren verhindert, wie Huhn sagte. Die 90er Jahre vertraten drei Prinzenpaare: August Tepper mit seiner Ehefrau Margarete (1990), Georg und Conny Weicherding (1995) und Ferdi und Petra Büchel (1999). Die 2000er repräsentierten Peter und Christine Stangier (2009).

Ein Orden zur Belohnung

Zur Belohnung verlieh der unterlegene Landrat jedem Prinzenpaar den aktuellen Orden des Rhein-Sieg-Kreises und steckte Hundert Euro in die Spendenbox. Weinhändler Olli Weiß versorgte derweil Tollitäten und Honoratioren aus einer Magnumflasche mit Wein. Ferdi Büchel als Präsident der Siegburger Funken, deren Jugend das Geld ursprünglich zugute kommen sollte, bedankte sich für den guten Willen. Er sagte aber unter großem Applaus, die Spendengelder – der Spendentopf ging im Anschluss durch die Reihen – "eins zu eins dem Hospizdienst Rhein-Sieg" weitergeben zu wollen.

Nicht fehlen durfte eine echte Weinkönigin. Annika Schooß aus Ahrweiler warb auf der Bühne für die guten Weine aus ihrer Region. "Ich lade Sie ein, eine Vielzahl an Weinen zu verköstigen", sagte sie und lobte die große Bandbreite der Roséweine, denen das 13. Weinfest, das der Siegburger Verkehrsverein von 1902 veranstaltet, gewidmet ist.

Unter dem Motto "Love Rosé" präsentieren 20 deutsche Winzer von Vatertag bis Sonntag, 2. Juni, jeweils ihre gute Tropfen. Gleichzeitig verwandeln Deko und Licht den Bereich um das S-Carré und die Neue Poststraße in eine rosafarbene Flaniermeile. Auf der kann nicht nur Wein verkostet, sondern auch gleich flaschen- und kistenweise gekauft werden.

Begleitet wird das Weinfest vom Streetfood-Market, der Genuss-Meile, die sich an die Winzerstraße ab der Ecke Kreissparkasse anschließt. Dritter Schwerpunkt ist der "Platz des Südens" im S-Carré, wo Siegburger Wein- und Spirituosenhändler ihre Getränke anbieten, am Samstagabend begleitet von Housemusik.

Öffnungszeiten: Sa., 1. Juni, 11 bis 0 Uhr; So., 2. Juni, 11 bis 18 Uhr.