Wettbewerb auf Schalke

Siegburger Team tritt bei Schneeballschlacht-WM an

Mit Tennisbällen trainiert das Team des LAZ Puma Rhein-Sieg für die Schneeballschlacht-WM auf Schalke.

Mit Tennisbällen trainiert das Team des LAZ Puma Rhein-Sieg für die Schneeballschlacht-WM auf Schalke.

Siegburg. Taktik und Geschick sind gefragt: Die Mannschaft des LAZ Puma Rhein-Sieg will bei der Schneeballschlacht-Weltmeisterschaft auf Schalke ins Finale einziehen.

Die Helme sitzen auf dem Kopf, eine Brille schützt die Augen. Auf den leuchtend roten T-Shirts springt einem der Slogan „forever faster“ entgegen. Sie sind vorbereitet und entschlossen zu siegen: Die zwölf Mitglieder des Teams LAZ Puma Rhein-Sieg treten auch in diesem Jahr bei der Schneeballschlacht-Weltmeisterschaft auf Schalke an.

Nach dem frühen Aus im vergangenen Jahr sind die Teammitglieder hoch motiviert. „Das Finale ist das Ziel“, sind sich alle einig. Doch bevor sie beim großen Finale in der Veltins-Arena antreten kann, muss sich die Mannschaft zunächst gegen rund 30 Teams durchsetzen. Die Mannschaft, die am häufigsten die Gegenspieler mit einem Schneeball trifft, kommt eine Runde weiter. Auf einem Feld der Größe eines Tennisplatzes werden rund zwei Lkw-Ladungen Schnee aufgeschüttet, einige aufgestellte Tannenbäume dienen als Schutz. Jeweils drei Spieler müssen dann die Gegner innerhalb von fünf Minuten mit Schneebällen abwerfen und dabei selbst möglichst wenig getroffen werden. Zwei Schiedsrichter achten darauf, dass die Schneebälle erst vor dem Wurf geformt und nicht von einem Spieler vorbereitet werden. Gezielte Würfe auf den Kopf sind ebenfalls verboten.

Spieler zwischen 16 und 28 Jahren

Trainer Thomas Eickmann war im vergangenen Jahr im Internet auf die Schneeballschlacht-WM gestoßen und hatte seinem Leichtathletik-Team davon berichtet. Schnell war eine Mannschaft zusammengestellt und die Fahrt in das Winterdorf der Biathlon World Team Challenge angetreten. Nach dem frühen Vorrunden-Aus hatte die Mannschaft das Schneeball-Fieber gepackt. In diesem Jahr konnten sogar zwei Teams gebildet werden, die sich aus Leichtathleten zwischen 16 und 28 Jahren zusammensetzen. Dabei kommen einige Mitglieder aus dem Team Sprint, einige aus dem Team Lauf. Ein Team besteht aus jeweils fünf Mitgliedern plus Head Coach. Auf dem Spielfeld sind vor allem Fähigkeiten wie Taktik und Geschick gefragt. Insgesamt sei es aber schwierig, sich auf die Schneeballschlacht-WM vorzubereiten, so Eickmann. „Es gibt kein spezielles Training, es sind auch keine außergewöhnlichen Wurffähigkeiten gefragt.“

Um dem Ziel Finale dennoch ein Stück näherzukommen, hat die Mannschaft in der Halle die Schneeballschlacht-WM simuliert. Tennisbälle fungierten als Schneebälle, umgekippte Turnkästen mit farbigen Hütchen stellen Tannenbäume dar. Die Devise lautet: „Möglichst wenig einstecken“, fasst Eickmann zusammen. „Bei allem Spaß ist auch eine große Portion Ehrgeiz dabei“, ergänzt der Trainer. Denn keiner möchte am Ende derjenige sein, der eingeseift wird.