Nach dem Großbrand

Siegburger Brandopfer hoffen auf Schutzmauer zur Bahntrasse

SIEGBURG. Alle Betroffenen des Siegburger Großbrandes vom 7. August haben gut zwei Wochen später eine vorläufige Unterkunft gefunden. An Normalität ist für sie jedoch noch nicht zu denken.

Nach dem Großbrand an der ICE-Strecke in Siegburg-Brückberg habe alle Betroffenen, deren Häuser durch das Feuer auf unbestimmte Zeit unbewohnbar geworden sind, eine neue längerfristige Unterkunft gefunden. Das teilte die Stadt Siegburg auf GA-Anfrage mit. Bei dem Brand vor 16 Tage wurden sieben Gebäude so stark zerstört, dass sie vorerst nicht bewohnt werden können. Noch immer laufen die Aufräumarbeiten an den zerstörten Gebäude. Einige Betroffene machen sich Sorgen, wie es für sie künftig in unmittelbarer Nähe zur Bahntrasse weitergeht.

Die Böschung, in der das Feuer Nahrung fand, ist komplett gerodet. „Ich hoffe nicht, dass der Abhang bei starkem Regen weggespült wird“, so Anwohner Norbert Bärhausen. Zudem haben er und andere Betroffene den Wunsch geäußert, dass die Deutsche Bahn die Anwohner mit einer Mauer davor schützt, dass sich so ein Ereignis wie vom 7. August wiederholt. „Wir haben die Stadt bereits in Kenntnis gesetzt“, so Bärhausen.

Währenddessen kamen auf dem Spendenkonto der Stadt rund 664.000 Euro zusammen. 315.000 Euro an Soforthilfen sind bereits an die Betroffenen ausgezahlt worden, sagte Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn. Eine zweite Auszahlung der Spenden soll am Freitag folgen. Um weitere Hilfen zu gewinnen, plant der TV Kaldauen den 12. Siegburger Hit-Citylauf am 16. September zu einem Spendenlauf für die Brandopfer umzufunktionieren. Als Teilnehmer angekündigt haben sich auch Feuerwehrleute, die beim Brand im Einsatz waren.  Sie wollen in voller Schutzausrüstung mitlaufen. Der Verein spende für jeden Teilnehmer, der an den Start geht, einen Euro. Zudem stellen die Organisatoren Spendenboxen auf.