Kreishaus-Komplex in Siegburg

Sanierung verzögert sich - Brandschutzerneuerung beginnt Mitte 2014

Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre wurde der Kreishaus-Komplex in Siegburg errichtet.

RHEIN-SIEG-KREIS. Die Kreisverwaltung hat den Zeitplan für die Brandschutzsanierung des Kreishauses geändert. Statt - wie geplant - mit dem Umbau Anfang 2014 zu beginnen, sollen nun zunächst Vorarbeiten gemacht werden, bevor Mitte des Jahres die eigentliche Sanierung beginnt und auch die jeweils betroffenen Mitarbeiter umziehen müssen.

Das bestätigte auf Nachfrage Tim Hahlen, Leiter der Gebäudewirtschaft des Rhein-Sieg-Kreises. Ab Jahresbeginn soll nun zunächst der Steigschacht für die Leitungen vom zwölften Stock bis zum Keller erneuert werden. "Das muss funktionieren, bevor der erste Bauabschnitt beginnt", sagte Hahlen, "das war uns zu kritisch."

Im Keller werden Hauptverteiler und Technikräume umgebaut: "Wir schließen dann Geschoss für Geschoss an die neue Technik an", erklärte Hahlen. Zudem stehe ebenfalls im Frühjahr die Sanierung der Kantine im Kreishaus an: "Wir wollten nicht zu viele Baustellen gleichzeitig hier haben."

Der Gebäudewirtschafts-Leiter räumte allerdings auch ein: "Der neue Zeitplan passt auch deshalb gut, weil wir so mehr Zeit haben, die Mitarbeiter umzuquartieren." Jeweils für drei Monate sollen Mitarbeiter zweier Fachbereiche extern untergebracht werden, damit die Arbeit der Verwaltung nicht beeinträchtigt wird.

In dem Übergangsquartier, das der Kreis ausgesucht habe und das vom Kreishaus aus fußläufig erreichbar sei, müssten aber ebenfalls noch Brandschutzarbeiten stattfinden, so Hahlen, der jedoch betonte: "Das ist nicht der Auslöser dafür, dass sich die Sanierung etwas verzögert."

Grund für den späteren Baubeginn seien vielmehr die Erfahrungen, die die Verwaltung im Musterbereich im elften Stock gesammelt habe und die nun in die Planung eingearbeitet werden müssten. Schon im April hatte der beauftragte Architekt Daniel Bach berichtet, man habe während der Arbeiten im Musterbereich "einige Überraschungen" erlebt.

Was das alles für die tatsächlichen Kosten der Kreishaussanierung bedeutet, ist unklar - denn die stehen noch immer nicht fest. Anfang Juni hatte die Verwaltung eigentlich Zahlen vorlegen wollen. Auch das scheint sich weiter zu verzögern: Nun soll die Kostenberechnung in der nächsten Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses am 12. September vorgelegt werden.

Tim Hahlen will vorher keinerlei Angaben dazu machen, in welche Richtung sich die Kosten gegebenenfalls entwickeln könnten. In ihrer ursprünglichen Kalkulation hatte die Verwaltung sich um rund 18 Millionen Euro verschätzt. 30 Millionen Euro soll die Sanierung nun kosten - das gilt zumindest bis September.